Was aber hat in Ihrem Privatleben Obsessionen ausgelöst?
Hudson: Obsession ist solch ein ungezogenes Wort! Aber ja: Ich bin schon mein ganzes Leben von Musik besessen. Ich kann nicht ohne Musik leben. Es gibt aber noch mehr. Ich bin besessen von ...
McConaughey: Oh yeah, sag's ... (lacht)
Hudson: … von meinem Sohn natürlich! Sein ganzes Dasein und die vielen kleinen Dinge, die er macht, die ihn auszeichnen. Zurzeit kämpft er viel mit Worten. Ihm fehlen einfach noch die Vokabeln, um all das zu sagen, was er möchte. Er hat so viele Gefühle und möchte sich erklären. Doch in seinem Eifer kommen all die Worte völlig falsch aus seinem Mund und machen nicht viel Sinn.
McConaughey: Ich bin auch besessen von einem linguistischen Problem, aber in einem etwas anderen Sinne. Ich liebe es zu reisen, vor allem dorthin, wo die Leute meine Sprache nicht verstehen. Es ist herrlich, an mir und meinem Gegenüber zu beobachten, wie wir uns mit Zeichen verständigen müssen, um uns zu verstehen, und dass wir am Ende doch dieselbe Sprache sprechen, nur eben nicht in Worten. Was mich frustriert ist, wenn solche Kommunikationsversuche scheitern. Ich möchte, dass man mich versteht.
Hudson: Vielleicht sollten wir lieber von Leidenschaft sprechen. Denn, um ehrlich zu sein, bin ich besessen von "American Idol" (dem US-Äquivalent von "Deutschland sucht den Superstar", Anm. d. Red.), aber bin ich froh über diese Obsession? Wohl eher nicht.
teleschau: Schon einmal mussten Sie vor laufender Kamera miteinander zurechtkommen. Wie schwer war es diesmal?
McConaughey: Ich wiederhole mich, wenn ich sage: Kate kann eine richtige Nervensäge sein. Wichtig ist aber, dass wir uns gegenseitig verrückt machen - auf eine nette Art und Weise. Die Dreharbeiten waren sozusagen wie eine sechsmonatige Dinner Party. Mal saßen wir zusammen, manchmal wählten wir bewusst Plätze auf der Gegenseite aus, doch dann rauften wir uns wieder zusammen. Wir mögen uns nicht rund um die Uhr, das ist doch ganz normal.
Hudson: Vor allem nicht morgens. Aber wenn man länger mit jemandem zusammenarbeitet, machen einen leicht die kleinsten Dinge verrückt. Matthew sollte sich zum Beispiel nicht jeden Tag um zehn Minuten verspäten. Aber was soll's: Matthew ist ein feiner Kerl und gab mir immer das Gefühl von Sicherheit.
teleschau: Matthew hat in diesem Film auch wieder viele Möglichkeiten, seinen durchtrainierten Oberkörper zu zeigen. Sind Sie wirklich der Draufgänger, als der Sie erscheinen?
McConaughey: Das bin doch gar nicht ich, nicht mein Körper, alles Technik, Computeranimation
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