James Denton: Mit Charme und Rohrzange
(tsch) Als James Denton sein schmuckes Häuschen in der Wisteria Lane bezog, fragten sich nicht wenige Zuschauerinnen, warum eigentlich ihre Handwerker nicht so gut aussehen wie die der "Desperate Housewives". Seit 2004 ist der 45-jährige Amerikaner nun festes Castmitglied des Mega-Hits, dank dem er wohl als schönster Klempner in die Seriengeschichte eingehen wird. Dabei hat Denton durchaus mehr drauf, als als Love-Interest von TV-Freundin Teri Hatcher regelmäßig deren Neurosen zu ertragen. In der Action-Serie "Threat Matrix - Alarmstufe Rot" (ab 22.05., donnerstags, 22.15 Uhr), die nun bei Sat.1 startet, gibt er einen taffen Spezial-Agenten, der Terroranschläge gegen die USA vereiteln soll.
James Denton hat das Zeug zum Leading-Man: Er ist talentiert, auf dem Bildschirm präsent und einfach ausgesprochen attraktiv. Dennoch bleibt der in Nashville, Tennessee, geborene Schauspieler, der als

Bruder von Pierce Brosnan durchgehen könnte, überraschend bescheiden, wenn er auf sein Aussehen angesprochen wird. "Ich glaube, wenn man Teri Hatchers Freund ist, wird man plötzlich zum Adonis. 40 Jahre lang war ich nur Durchschnitt. Ich hatte echt Glück."
Vielleicht untertreibt er deshalb so maßlos, weil er vor den "Desperate Housewives" auch die weniger sonnigen Seiten des Schauspielerdaseins kennengelernt hatte. Als Gastrollendarsteller in diversen Serien ("Sliders", "JAG", "Ally McBeal") kam Denton, der seine Karriere am Theater begann, ordentlich rum. Mit längerfristigen, festen Engagements hatte er allerdings immer wieder Pech. "Es war meine dritte ABC-Produktion in den letzten vier Jahren", sagte er kurz nach dem überragenden Start der "Housewives". "Wir hatten echt Angst, dass keine

r zuschauen würde." Anders als bei der durchaus spannenden Action-Serie "Threat Matrix", die sich 2003 nur eine knappe Staffel lang im US-Programm halten konnte, sollte die Arbeit diesmal nicht umsonst gewesen sein. Im Gegenteil.
Wahrscheinlich wünscht er sich heute sogar etwas weniger Popularität. Denn beispielsweise das Einkaufen gestaltet sich mittlerweile doch schwieriger als früher, wie er verrät: "Ich brauche jetzt etwas länger dazu, weil sich viele Frauen, denen ich begegne, regelmäßig die Serie anschauen." Man kann sich den Aufstand vorstellen. Mehr als ein bisschen Geplauder dürfen sich die Fans allerdings nicht erhoffen. Denn Denton ist seit Dezember 2002 in zweiter Ehe mit seiner Personal-Trainerin Erin verheiratet, mit der er zwei Kinder, Tochter Malin (3) und Sohn Sheppard (5), h

at. Für die spielt der Star, wenn ihre Mutter mal nicht da ist, dann auch gerne eine ganz besondere Rolle: "Mr. Mom".
James Denton ist zwar alles andere als Durchschnitt, aber im Herzen eben ein ganz normaler All-American-Guy. Der Zahnarztsohn, der vor seiner Schauspielkarriere an der Universität von Knoxville einen Abschluss im Bereich Werbung machte und ein paar Jahre für verschiedene Radiosender arbeitete, bleibt trotz des großen Erfolgs bodenständig. "Ich betrachte noch immer jeden Job, als wäre er mein letzter, spare und lebe verhältnismäßig bescheiden." Den einen oder anderen Luxus-Artikel gönnt sich der sympathische Fernseh-Klempner aber dennoch: Unlängst hat sich der Sport-Fan - gemeinsam mit einer Investorengruppe - ein Baseballteam, die Orange County Flyers, gekauft, das er auch während der Spiele oder des Trainings kräftig anfeuert
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