Ich kann damit nicht leben, wenn ich merke, ich komm mit dem Text nicht klar. Dann brauche ich meine fünf Minuten, in denen ich mich sammle und extrem aufrege. Aber dann geht's."
Ein Einzelgänger ist er nicht, zumindest nicht in seiner Freizeit. "Ich mag's eigentlich gar nicht, alleine zu sein. Im Job bin ich schon egoistisch, damit meine ich, dass ich tue was mir gefällt, nicht das, was ein anderer sagt."
Lau findet es toll, die Schauspielerei voranzutreiben, sieht aber nicht, wo ihn das privat einschränken soll: "Nach acht, neun Stunden Arbeit ist doch alles erledigt; wenn ich weg bin, telefonieren wir halt abends. Nee, Freunde kommen nicht zu kurz." Erst ein Mal hat er in den neun Jahren vor der Kamera mit einem Coach gearbeitet. "Von dem habe ich viel mitgenommen, auch wenn es nur kurze Zeit war. Den Rest mache ich gerne selbst. Ist doch besser, sich einen Kopf zu machen und nachzudenken." Denn mit 16 beschloss er, "die Geschichte" ernst zu nehmen. "Das heißt, ich nehm mir mal zwei Tage Zeit, stell halt drei Wasserflaschen hin und befasse mich mit dem Skript, auch wenn der Film erst vier Monate später stattfindet. Solche Tage verbringe ich allein, das kann ich nicht mit anderen."
Er wollte ja eigentlich mal anfangen mit der Ausbildung, aber dann kam ... "was kam denn da?", überlegt er. Jedenfalls hat er gespielt, "und jetzt bin ich immer noch am verschieben", lacht er dieses Lausbubenlachen, das verstehen lässt, warum er schon in jungen Jahren entdeckt wurde.
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Autor: Claudia Nitsche/teleschau - der mediendienst
Bilder:
Constantin
Novapool Pictures
Roman Babirad, Michael Tinnefeld / Deutsche Filmakademie
WDR / Michael Böhme
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