Christoph Hagen Dittmann: Talente en masse
(tsch) Der Schauspieler Christoph Hagen Dittmann freut sich, wenn er bei seinem Job rumkommt in der Welt. Und er scheint eine Begabung zu haben, sich sozusagen Sound-Souvenirs nach Hause mitzubringen: Er kann zum Beispiel eindrucksvoll das Röhren und Rülpsen (feiner Unterschied) eines Kamels imitieren. Doch auch die japanischen Floskeln, die er sich bei den Dreharbeiten zur Sat.1-Komödie "Der Sushi-Baron - Dicke Freunde in Tokio" (Di., 10.06., 20.15 Uhr, Sat.1) angeeignet hat, klingen überzeugend. Ein Mann mit vielen Talenten.
Christoph Hagen Dittmann? Der Name mag vielleicht nicht sofort eine Assoziation herstellen, doch das Gesicht des heiteren Zeitgenossen sicherlich. Der 42-Jährige war neben zahlreichen Gastauftritten i

n deutschen Serien ("Berlin, Berlin") auch in Leinwandproduktionen wie "Anatomie" oder "Hui Buh - Das Schlossgespenst" zu sehen. Das Komische mit einem Hauch von Melancholie liegt dem gebürtigen Bremer besonders. Am unterhaltsamsten ist Christoph Hagen Dittmann aber vermutlich, wenn er einfach Christoph Hagen Dittmann ist und unter ansteckendem Gelächter Anekdoten zum Besten gibt.
Gegenstand eines Witzes ist dabei gerne mal der eigene Bauch. Dabei ist der doch so etwas wie das Markenzeichen des Darstellers. Ein dünner Hering hätte die Hauptrolle im Sat.1-Movie als "Sushi-Baron" nicht ausfüllen können. Denn die Berührung mit der Philosophie der Sumo-Ringer wird das Leben des Protagonisten Uli von Ungelsheim verändern. Dittmann, der hier erstmals eine Hauptrolle im TV übernahm, hatt

e sich bereits vorher für diese Sportart interessiert: "Da spielt sich schon unheimlich viel auf einer psychologischen Ebene ab, bevor der Kampf überhaupt beginnt."
Für die Dreharbeiten durfte er sich ein paar Bewegungsabläufe von einem echten Sumotori abschauen. "Richtiges Sumo-Training ist natürlich sehr viel anstrengender: Die Ringer machen Spagat - und das mit 160 Kilo! Unter dem Schwabbel sitzen unheimlich viele Muskeln." Dass er mit nichts als einem Sumo-Gürtel, einem sogenannten Mawashi ("Das sieht ja wirklich aus wie eine Windel") vor die Kamera treten musste, störte Dittmann nicht. "Ich spielte schon einmal einen Sumo-Ringer in einem kleinen Theater. Da habe ich keine Hemmungen."
Beim unvermeidlichen Ausflug mit den japanischen Kollegen in eine Karaoke-Bar kam Chri

stoph Hagen Dittmann seine klassische Gesangsausbildung zugute. Bariton. Auch Ballettunterricht (jawohl, auch eindrucksvoll zur Schau gestellt in "Siebenstein") nahm das Multitalent mal während seiner schauspielerischen Ausbildung am Bremer Ernst-Waldau-Theater, für die er sich vergleichsweise spät entschieden hatte. Mitte 20 und Architektur-Student war er bereits, als Klaus Manns Roman "Mephisto" und Klaus Maria Brandauers Darstellung in der gleichnamigen Verfilmung diesen Gedanken in Dittmann wach riefen: "Wenn Du das nicht ausprobierst, bereust du es vielleicht dein Leben lang".
Danach war er unter anderem lange am Hamburger Schauspielhaus engagiert, doch die Arbeit vor der Kamera schätzt Dittmann mittlerweile mehr: "Das ist nicht so pseudo-intellektuell
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