Die für einen TV-Mehrteiler äußerst hochkarätige Besetzung lässt aufhorchen: Eric Stoltz ("Die Maske"), Sam Neill ("Jurassic Park"), Lou Diamond Phillips ("Mut zur Wahrheit") - allesamt Darsteller von

Rang und Namen. Bemerkenswert ist "Bermuda Dreieck - Tor zu einer anderen Zeit" auch optisch. Die Szenerie ist gruselig und atmosphärisch, actionreiche Sequenzen halten den Zuschauer in Atem, wenngleich die Geschichte etwas hanebüchen ist und der ungeschickte deutsche Untertitel dem Film irgendwie die Spitze nimmt. Augen auf, Ohren zu, wenn man so will.
Denn was die Herren und Damen Wissenschaftler zur Lösung des Problems an Theoriegewäsch beizutragen haben, weckt beim Zuschauer den Wunsch, die Gruppe möge sich ganz schnell nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch mit Wurmlöchern und Parallelwelten befassen. Von Zeitreisen bis hin zur obligatorischen Regierungsverschwörung (das hier behandelte "Philadelphia Experiment" war bereits 1984 Grundlage eines Films) werden sämtliche pa

ranormale und von Menschenhand hervorgerufene Phänomene ausgebreitet. Das führt selbst bei echten Science-Fiction-Fans schnell zu Langeweile.
Auch die Charaktere bleiben etwas schablonenhaft: Es gibt den Skeptiker, den Gläubigen und die Wissenschaftler irgendwo dazwischen. Hinzu kommt Meeno Paloma (Lou Diamond Phillips), ein Umweltaktivist von Greenpeace, einziger Überlebender eines Schiffunglücks im Bermuda Dreieck. Alle haben nach längerem Aufenthalt im kritischen Gebiet mit Halluzinationen und Horrorvisionen zu kämpfen.
Filmische Anleihen hat die Produktionen einige, zum Beispiel aus "Star Trek", "Event Horizon", "Stargate" und "Akte X". Und weder die Darsteller, noch Drehbuchautor und Science Fiction-Veteran Rockne S. O'Bannon schafften es, dem Film ein eigenes Profil zu verleihen. Sehenswert ist der Streifen allerdings aufgrund der Emmy-prämierten visuellen Effekte und der erst im letzten Drittel ansteigenden Spannungskurve (Fortsetzung am Dienstag, 10.06., 20.15 Uhr).
Ausstrahlung am 09.06.2008 um 20:15 Uhr auf ProSieben
Autor: Bernd Fetsch/teleschau - der mediendienst
Bilder:
ProSieben / The Sci-Fi Channel
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