Magerwahn

Jeder redet drüber, manche unternehmen was: Zeitschrift "Brigitte" will ab 2010 nicht mehr mit Magermodels arbeiten.

Das bedeutet im Grunde, dass sie sich nicht mehr bei den üblichen Agenturen "bedienen" können, wenn sie Frauen für ihre Modestrecken brauchen. Denn so viele dieser Models haben sich an den ungesunden Magertrend hingehungert. Da helfen bislang auch die Body-Mass-Limits mancher Modemetropolen für ihre Schauen noch wenig. Zeit, mehr zu tun, fanden die Macher von "Brigitte" und verkündeten jetzt: "Wir werden ab 2010 nicht mehr mit Profimodels arbeiten." Chefredakteur Andreas Lebert kritisiert, dass jeder in der Branche über das Problem der allzu dünnen Models Bescheid wisse, sich alle aber gegenseitig nur den schwarzen Peter zuschöben, ohne wirklich was zu unternehmen. Ein kluger PR-Schachzug und eine sinnvolle und mutige Aktion.

Und wer darf nun vor die Kamera, wenn keine der üblichen Profis mehr gefragt sind? Amateure! Die Redaktion rief ihre Leserinnen auf, sich für Mode- und Kosmetikfotos zu bewerben. Gesucht werden Frauen von jung bis reif, die Persönlichkeit haben. Dazu wird natürlich auch der eine oder andere Profi gebucht werden. Tolle Idee! Frauen und Mädchen brauchen wirklich dringend andere Vorbilder als aussschließlich superdünne Models. Also Mädels: Bewerben! Die Chance für normale, attraktive Frauen, mal vor der Kamera zu stehen. Und das ohne vorher vor Heidi Klum und ihrer harten Jury bestehen zu müssen.



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Autor: Leadsatz GmbH

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