Bis zu 38 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum sicherte den Kölnern der Start der dritten Castingshow-Staffel "Das Supertalent", damit konnten die beiden vorangegangenen Staffeln noch übertroffen

werden. Auch das Kuppelformat "Bauer sucht Frau" und die Doku-Soap "Rach, der Restauranttester" zählten mit um die 25 Prozent Marktanteil in der Kernzielgruppe zu den Erfolgsgaranten im Oktober. Im Verbund mit gewohnt populären Seriendauerbrennern - allen voran "Dr. House" - sowie dem eigenproduzierten Eventzweiteiler "Der Vulkan", der 5,93 Millionen (Teil eins) beziehungsweise 6,63 Millionen Zuschauer (Teil zwei) vor die Bildschirme lockte, reichte es auch zur Verteidigung der Marktführerschaft beim Gesamtpublikum (13,5 Prozent Marktanteil).
Die öffentlich-rechtlichen Sender mussten sich mit den Plätzen zwei und drei zufriedengeben. Sowohl ARD (12,7 Prozent) als auch ZDF (12,3 Prozent) kamen auf fast identische Werte wie im Vormonat. Im Ersten

erzielten die "Tatort"-Folgen die besten Quoten. Am stärksten war die Münster-Episode "Tempelräuber", die an der magischen Zehn-Millionen-Marke kratzte. Das ZDF hatte mit "Wetten, dass ..?" (11,31 Millionen Zuschauer) und dem Länderspiel Russland gegen Deutschland (12,46 Millionen Zuschauer) die beiden meistgesehenen Sendungen des Monats im Programm. Beim jungen Publikum stehen beide Sendeanstalten in der Monatsbilanz aber nach wie vor auf verlorenem Posten.
Auf einen guten Monat blickt die ProSiebeSAT.1-Gruppe zurück. Das ProSieben-Programm, das sich beim jungen Publikum auf 12,3 Prozent Marktanteil verbesserte, profitierte vor allem von erfolgreichen Free-TV-Premieren ("James Bond 007: Casino Royale", "Ocean's 13"). Bei SAT.1 (11,4 Prozent Marktanteil in der Kernzielgruppe)

schlugen die Europapokal-Übertragungen positiv zubuche, deren Rechte allerdings auch teuer erkauft wurden.
Weniger zufrieden dürfte man bei SAT.1 mit dem Start der "Oliver Pocher Show" sein, die am schwierigen Freitagabend teilweise deutlich unter dem Senderschnitt blieb. Auch die Verpflichtung des zweiten Heilsbringers könnte sich in Zukunft zum Geduldsspiel für die Programmverantwortlichen entwickeln. "Kerner", die neue wöchentliche Sendung des Ex-ZDF-Talkers Johannes B. Kerner, konnte zum Debüt am 2. November mit nur 6,5 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum die hohen Erwartungen noch nicht erfüllen.
Für die Privatsender der zweiten Generation, die in der ersten Jahreshälfte glänzten, lief es im Oktober nicht mehr ganz so gut
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