Der Supermodel-Moment

VANITY FAIR ONLINE zeigt unvergessliche Ereignisse, die Modegeschichte geschrieben haben

1991: Sie sind die Sensation des Jahrzehnts: Die Supermodelriege um Linda Evangelista, Naomi Campbell, Christy Turlington, Cindy Crawford und Tatjana Patitz sorgt nicht nur auf dem Laufsteg für Furore. Als Kombi räkeln sich die Schönheiten halbnackt im 6-Minuten-Video zu George Michaels Single "Freedom". Nach eigenen Aussagen würden die Models für weniger als 10.000 Dollar nicht einmal das Bett verlassen. Der Begriff Supermodel ist geboren.
Die enge Verzahnung von Mode und Film ist keine Erscheinung des 21. Jahrhunderts. Bereits 1961 avanciert das kleine Schwarze durch Audrey Hepburns Auftritt in "Frühstück bei Tiffany" zum Klassiker. Hubert de Givenchy entwirft für ihre Filmrolle des Socialites Holly Golightly das zugleich schlichte und schicke Etuikleid, das schnell zum Basic im Kleiderschrank jeder Frau wird.

"Punk Rock wäre ohne die passende Kleidung nicht möglich gewesen", hat Vivienne Westwood einmal gesagt. 1976 beginnt die britische Designerin in der Londoner Kings Road ihre Karriere. Statt beigefarbenen Kaschmir, gibt es im "Seditionaries – Clothes for Heroes" Latex und Leder, auffällige Karomuster, bedruckte T-Shirts und Pins. Sie pusht das Anti-Establissement und wird zum Inbegriff des Punks.

Was in den 70ern Punk Rock war, ist in den 90ern der Heroin Chic. Untrennbar mit dem Begriff verbunden ist Kate Moss. Marc Jacobs, damals noch Kreativchef bei Perry Ellis, bringt 1992 den Grunge zurück auf den Catwalk und läutet damit eine neue Ära ein. Moss ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Corinne Bailey stilisiert sie in Aufnahmen für die britische "Vogue" zur Kindsfrau, ihr Look polarisiert und Kate Moss bekommt einen Werbevertrag nach dem anderen angeboten. Der Rest ist Modegeschichte.

Autor: Christa Müller

Quelle: www.VanityFair.de

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