"Warum sollten intelligente Menschen keine Soaps mögen?": Bernhard Hoëcker hat einen Gastauftritt (ab 08.08., neun Folgen) in seiner Lieblings-Seifeno

(tsch) Bei der ARD-Daily "Verbotene Liebe" (montags bis freitags, 18.00 Uhr) geben sich derzeit die Gaststars die Klinke in die Hand. Nach Bloodhound-Gang-Mitglied Evil Jared (Juni) und "Hinter Gittern"-Queen Katy Karrenbauer (ab 10. Juli) beehrt nun auch der 1,59 Meter kleine Comedian Bernhard Hoëcker die Seifenopernwelt mit seinem Besuch. Der preisgekrönte TV-Star aus "Genial daneben" (Sat.1) und "Switch Reloaded" (ProSieben, neue Folgen ab 19.08.), der für seinen kecken, hintergründigen Witz und seine umfassende Allgemeinbildung bekannt ist, versucht sich nicht etwa in Ermangelung anderer Angebote als Soap-Darsteller. Der 38-Jährige ist einfach ein "Verbotene Liebe"-Junkie. Ab 8. August darf er in neun Folgen als Weddingplaner eine Hochzeit ausrichten. "Der Traum schlechthin!", wie er sagt.

teleschau: Herr Hoëcker, das Erste behauptet, dass Sie seit mehr als 13 Jahren montags bis freitags um 18.00 Uhr "Verbotene Liebe" schauen. Ist das tatsächlich wahr?

Bernhard Hoëcker: Es stimmt nicht ganz. Es sind, glaube ich, 11,379 Jahre. Außerdem schalte ich nicht immer um 18.00 Uhr ein, sondern zeichne die Sendung auch oft auf - mittlerweile mit einem Festplatten-Recorder. Und wenn ich einmal längere Zeit zu Hause bin, schaue ich mir das alles hintereinander an.

teleschau: Sie veranstalten also regelrechte Soap-Marathons?

Hoëcker: Wenn ich beispielsweise eine Woche unterwegs war, habe ich fünf Folgen von jeweils 20 Minuten. In der Zeit kann ich dann die Koffer auspacken und die E-Mails checken. Dafür eignet sich das prima.

teleschau: Sie gelten als intelligenter Mann mit hervorragender Allgemeinbildung. Man würde Sie eher unter den Zuschauern von Wissens- oder Politmagazinen vermuten ...

Hoëcker: Zunächst möchte ich mich ganz herzlich für das Kompliment bedanken (lacht). Doch ich muss mit einer Gegenfrage antworten: Warum sollten intelligente Menschen keine Soaps mögen? Ich schaue meistens Dokumentationen wie etwa die "ZDF Expedition". Darauf will ich mich dann aber auch voll konzentrieren können. Ab und zu finde ich es daher einfach schön, nur zur Entspannung fernzusehen. Außerdem ist es sehr spannend zu erfahren, welche Probleme gerade für die Gesellschaft aktuell sind, denn die werden in den Soaps thematisiert.

teleschau: In der Seifenopernwelt wird aber gerne mal ein bisschen übertrieben ...

Hoëcker: Ja, die erleben dort Sachen in einem Jahr, die möchte man selbst in seinem ganzen Leben nicht durchmachen. Da verliebt sich der eine in seine Schwester, die dann aber jemand anderen heiratet, was aber auch nicht funktioniert. Währenddessen stirbt die Gattin des Mannes, der seine Schwester liebt. Woran eine weitere Frau zerbricht, die derzeit Drogen nimmt ... Und ich bin immer mittendrin!

teleschau: Sind Sie eigentlich nur "Verbotene Liebe"-Junkie?

Hoëcker: Angefangen hat alles in der Reihenfolge: "Unter uns", "Verbotene Liebe", "Marienhof". Als es mir dann etwas zu viel wurde, musste ich zunächst "Unter uns" aus meinem Programm streichen. Dann traf es auch noch "Marienhof". Wir wollten nämlich in Urlaub fahren und hatten nur noch eine Video-Kassette. Da mussten wir uns für eine Serie entscheiden. Und "Verbotene Liebe" bot einfach die bessere Geschichte.

teleschau: Wie würden Sie jemandem "VL" schmackhaft machen, der die Soap noch nie gesehen hat?

Hoëcker: Es geht um ein Adelshaus und eine große weltweit agierende Firma

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