Olympic Games - Unlimited: Eurosport sendet ab 8. August rund um die Uhr von Olympia
(tsch) Ganz klar ein Fall für Zapper: Während hierzulande ARD und ZDF 300 Stunden live aus Peking übertragen und darüber hinaus digitale Spartenkanäle dieser Sender im Einsatz sind, ist auch der "paneuropäische Sportsender" Eurosport in China zur Stelle, um flächendeckend von den XXIX. Olympischen Spielen zu berichten. So kann nun jeder endgültig auf dem Laufenden sein. Eurosport wird täglich 24 Stunden lang bei Olympia bleiben, davon - von 3.00 Uhr an - 15 Stunden lang live, bis 18.00 Uhr. Danach wird dann Versäumtes nachgereicht oder Spannendes wiederholt. Doping und Politik werden bei Eurosport nicht unbedingt in den Vordergrund gestellt.
Das alles funktionierte auch 2004 bei den Olympischen Sommerspielen in Athen. Damals verfolgten bereits 135 Millionen Zuschauer bei Eurosport die Spiele, 140 Millionen waren es dann bei den Winterspie

len 2006 in Turin.
Der Zuschauererfolg gibt viel Auftrieb, und so wird der Spartenkanal vom 8. bis 24. August wieder in 59 Ländern und 20 Sprachen senden. 100 Mitarbeiter hat der Sender direkt vor Ort, insgesamt werden 800 Mitarbeiter mit Peking beschäftigt sein. Der Sender arbeitet mit sieben eigenen Kamerateams. Chinesische Journalisten wurden verpflichtet, um für Eurosport direkt vor Ort "auf Stimmenfang zu gehen".
Auch mit einem eigenen örtlichen Studio wartet Eurosport diesmal auf. Die tägliche Live-Show "Mission to Beijing" - mit Gastgeber Robbie Nock - wird im Omega-Pavillon inmitten der Olympic Green Area produziert.
Wie die öffentlich-rechtlichen Sender hängt freilich auch Eurosport vom Weltbild aus dem International Broadcasting Cen

ter (IBC) ab, wo alle Fäden zusammenlaufen. Eine große Chance dürften für Eurosport in Deutschland die olympiafreien Hauptabendzeiten sein. Nur beim ZDF stehen nämlich an dessen Sendetagen von 20.15 bis 21.45 Uhr "Olympia Highlights" auf dem Programm, die ARD verzichtet hingegen darauf.
So kündigt denn Eurosport auch stolz an, in der Primetime präsent zu sein. Ab 18.00 Uhr dürfen sich die Zuschauer auf zeitversetzte Übertragungen freuen - auf parallel gelaufene und bisher nicht gezeigte Wettbewerbe des Tages.
Am frühen Morgen (um 06.00, 07.00 und 08.00 Uhr) sendet Eurosport fünfminütige Morgennews mit den Ergebnissen der Nacht. Am Nachmittag wird es um 17.00 Uhr eine 15-Minuten-Liveshow mit Robbie Nock geben, und der "Beijing Express" bietet um 19.3

0 Uhr (bis 20.30 Uhr) eine Zusammenfassung des Tages mit Originalkommentar, dazu Interviews und Reportagen.
Schon bei den Übertragungen von der Tour de France hatte sich Eurosport auffällig bedeckt gehalten, was die Doping-Problematik betrifft. Bislang sieht es denn auch so aus, als wolle der Sender das Thema in Peking ziemlich cool umgehen. Doch bei der erwarteten Masse der prognostizierten Fälle wird sich das wohl kaum bewerkstelligen lassen. Und so, wie sich die chinesischen Veranstalter im Vorfeld gerierten, wird auch der "paneuropäische" Sportkanal Peking alles andere als ein Sport-Eldorado sein. "Olympic Games - Unlimited" - so der Olympiaslogan des Senders - werden in Peking kaum möglich sein.
Autor: Wilfried Geldner/teleschau - der mediendienst
Bilder:
Eurosport / Getty Images
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