Lisa Martinek: Nicht ganz schwindelfrei beim Höhenflug

(tsch) Über diese großen, grünen Augen, aus denen einen Lisa Martinek die ganze Blickpalette von verführerisch bis schelmisch entgegenzuschleudern vermag, wurden schon ganze Elegien verfasst. Deshalb muss nun unbedingt auch einmal von den Beinen der viel beschäftigen Schauspielerin die Rede sein. Diese, ebenfalls sehr hübsch und beinahe endlos, kommen in der ARD-Komödie "Willkommen im Westerwald" (Mittwoch, 06.08., 20.15 Uhr) ganz groß raus: Lisa Martinek, unter anderem bekannt als zupackende ZDF-Kommissarin Clara Hertz in der Reihe "Das Duo" (die nächste neue Folge: "Verkauft und verraten" ist am Samstag, 16.08, 20.15 Uhr, im Programm), spielt eine Dorfschönheit, die sich gleich doppelt verliebt: in einen von Pasquale Aleardi unwiderstehlich verkörperten irakischen Asylbewerber und in dessen Tanz-Choreografien. Der Mann bringt tatsächlich dem halben Dorf den "Line-Dance" bei, einen uramerikanischen Reihentanz für Country-Freaks.

Seltsam, aber so stand es geschrieben im Drehbuch von Grimmepreisträgerin Beate Langmaack ("Leben wäre schön", "Guten Morgen, Herr Grothe"), die ein Händchen dafür hat, schwere Stoffe auch mal ganz anders, mit lebensfroher Leichtigkeit zu erzählen. Ein Film, der gefällt und auffällt in einem Fernsehprogramm, in dem es bislang ausgeschlossen erschien, das Thema Integration mittels einer so schrägen Liebeskomödie durchzudeklinieren. Und ein gefundenes Fressen für die sportliche Vollblutschauspielerin Lisa Martinek, deren Gespür für bemerkenswerte Rollen ja schon oft gelobt wurde. Dass sie nun als wohl erste deutsche Darstellerin als sexy Countrygirl in wahlweise Gummi- oder Cowboystiefeln und kariertem Minikleidchen bei schweißtreibenden Tanzübungen zu sehen ist, fügt ihrer umfangreichen Filmografie ein weiteres unvergessliches Kapitel hinzu. Eine Rolle mit mindestens gleichem Kultpotenzial wie im vergangenen Jahr der Part als Lilo-Pulver-Nachfolgerin im Remake der "Zürcher Verlobung".

Dabei sagt sie selbst, dass ein hoher Wiedererkennungsfaktor gar nicht auf ihrer Prioritätenliste bei der Rollenauswahl stehe. "Was zählt, ist alleine ein gutes Buch." Andererseits sei die Westerwald-Geschichte natürlich "schon eine ganz besondere Nummer" gewesen: "Das sind doch die Momente, in denen man weiß, warum man diesen Beruf gewählt hat", lacht die 1,72 Meter große Blondine, die in dem Film beides perfekt vermittelt: die Schmetterlinge im Bauch und die unerhörte Freude am Tanzen. "Ich hatte von Line Dance vorher noch nie was gehört und dachte sofort: 'Oh Gott, die meinen jetzt Westernmusik und Square Dance und so was'. Aber wenn mir ein Stoff von Beate Langmaack angeboten wird, sage ich natürlich nicht nein, das kann gar nichts Schlechtes sein." Also stürzte sich Lisa Martinek, als Tochter einer Tänzerin ohnehin mit einschlägigem Talent gesegnet, mit Eifer in die Proben. "Wir trafen uns lange vor Drehbeginn mit einer Choreografin, und schnell nahm die Sache Züge an, wie ich es bis dato noch nicht erlebt habe. Wir haben bald in jeder Drehpause wild geübt. Und mit den Videoaufnahmen von den Gruppenproben ging es zu Hause weiter: alleine vor dem Spiegel. Es hat irrsinnig Spaß gemacht!" Den Funken der allseitigen Begeisterung habe vor allem die Musik entfacht, meint die Schauspielerin, die vorher mit dem Wort Countrymusik kaum mehr verband als die gängigen Klischees. "Diese Beats gehen total ins Bein. Ich hätte das nie gedacht, aber die Musik, die im Film zu hören ist, finde ich wirklich großartig, inzwischen höre ich Country auch privat sehr gerne

1 · 2 · 3

Tageshoroskop bei Yahoo!
 
Lifestyle RSS Feed
Lifestyle auf mein Yahoo!
Die häufigsten Fragen zu RSS 
 
 
Copyright © 2008 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten
Wir über uns - Hilfe - Jobs@Yahoo! - Yahoo! Services - Datenschutz - AGB