Jordin Sparks: "Ich wollte ein Teil davon sein"

(tsch) Jordin Sparks ist erst 18 Jahre alt und schon ein "Idol". Zumindest trägt sie den Titel "American Idol 2007". Sie ist also in etwa das, was unsere "Superstars" Thomas Godoj oder Mark Medlock sind - und wahrscheinlich noch ein bisschen mehr. 30 Millionen Zuschauer verfolgten in der letzten Staffel, wie sich Sparks gegen ihren 25-jährigen Konkurrenten Blake Lewis durchsetzte. Nun will sich die hübsche Sängerin auch international einen Namen machen. Mit ihrem selbst betitelten Album befindet sich Jordin Sparks auf Promotion-Tour in Deutschland. Im Interview spricht sie über ihre Musik, ihre Erfahrungen während der Castingshow "American Idol" und ihr Keuschheitsgelübde.

Immer dann, wenn sie nachdenken muss, beruft sich die 18-Jährige auf den Allmächtigen. "Oh, Gott, den ersten Song den ich jemals gehört habe?" Lange muss sie nicht überlegen, bevor sie antwortet. Überhaupt schießen die Worte nur so heraus aus der quirligen Amerikanerin. "Das war 'Jesus Loves Me". Die Antwort verrät vielleicht viel darüber, wie die aus Phoenix, Arizona, stammende Sängerin aufgewachsen ist. Ihr Vater Phillippi Sparks war ein Profi-Footballspieler, der in der NFL für die New York Giants und die Dallas Cowboys spielte. Religion war in ihrer Familie immer ein wichtiges Thema. Schon früh trichterte man ihr ein, dass es besser sei, "ihr Herz nur einem einzigen Menschen zu schenken, statt es die ganze Zeit an verschiedene Jungs zu vergeben".

Vielleicht muss man in den USA leben, um diese Entscheidung zu verstehen. Jordin Sparks wirkt jedoch authentisch bei dem, was sie sagt. Symbol ihrer Keuschheit ist ein sogenannter Reinheitsring. Sie werde ihn tragen bis sie 18 ist. "Und vielleicht auch noch danach", fügt sie laut lachend hinzu. "Ich weiß es nicht". Mit Religion habe diese Entscheidung wenig zu tun. Überhaupt verwendet sie diesen Begriff nur ungern. Dennoch sei die Beziehung zwischen ihr und Gott ein großer Teil ihres Lebens. Genauso wie ihre Eltern, die sie gelehrt haben, sich nicht nur auf eine Musikrichtung festzulegen. In ihrer Jugend hat die R'n'B-Sängerin daher so ziemlich alles gehört: von Aeorosmith und Maria Carey über Céline Dion und Whitney Houston bis hin zu den Songs von Christina Aguilera - also genau die Musik, die sie später bei ihren Auftritten in "American Idol" singen sollte.

Mit der Casting-Show hat die noch junge Karriere der Amerikanerin überhaupt erst angefangen. Genauso wie das deutsche Pendant "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) ist "American Idol" ein Ableger des britischen Originals "Pop Idol", hat dieses aber längst an Popularität überholt. Doch anders als die deutschen "Superstars", machen die amerikanischen "Idole" ihrem Titel alle Ehre. Kelly Clarkson hat gar international Karriere gemacht. Auch steht "American Idol" weit weniger in der Kritik als die deutsche Kopie, in der ein prolliger Dieter Bohlen regelmäßig seine Gäste vorführt. Dessen Rolle übernimmt in den USA noch am ehesten Simon Cowell. Die Kritik des Jurors bezeichnet Sparks als "harsch". Simon sei "der Schlimmste auf der Bank gewesen. Doch auch wenn seine Kritik verletzend war, so war sie doch immer konstruktiv. Er wollte nur, dass wir besser werden, an uns arbeiten und unser Spektrum erweitern

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