Jörg Pilawa: "Welche Sägen bevorzugen Sie?"
(tsch) Ein kurzer Blick in die Vita von Jörg Pilawa wirft unweigerlich eine Frage auf: Gibt es nach "Das Quiz mit Jörg Pilawa", "Das Grand Prix Quiz", "Pilawas großes Märchenquiz", "Pilawas großes Geschichts-Quiz" und wie sie alle heißen, überhaupt noch ein Thema, über das man eine Quizsendung machen kann? "Mich würde beispielsweise ein weltweites Bildungsformat reizen, das nicht nach reinem Schulwissen fragt, sondern auch nach sozialen Kompetenzen", meint der 42-Jährige prompt. Doch bevor der Moderator, dessen Handy bei Anruf wie ein Flipperautomat klingelt, sich an das neue Sendekonzept setzen kann, nimmt er die ARD-Zuschauer am 10., 17. und 24. Juli erst einmal mit auf "Pilawas große Weltreise".
teleschau: Herr Pilawa, wohin geht Ihre nächste Reise?
Jörg Pilawa: An die kanadische Ostküste, die Ecke Hallifax-Nova Scotia. Dort waren wir vor Jahren schon einmal, es war ein Traum. Von Fran

kfurt aus fliegt man sechs Stunden, kaum länger als auf die Kanaren. Es gibt dort den Atlantik, Wale, Wälder, Wildnis - die ganzen Ws eben. Den Kindern hat es sehr gefallen, sie wollten unbedingt noch einmal dorthin.
teleschau: Gibt es ein Reiseerlebnis, das in Ihrem Gedächtnis fest verankert ist?
Pilawa: Meine Magen-Darm-Grippe in Guatemala. Die werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Mitten im Urwald bekam ich eine Infektion und lag zwei Wochen auf einer Pritsche. Ich habe in diesen 14 Tagen sechs Kilo abgenommen. Das möchte ich nie wieder erleben.
teleschau: Spricht das jetzt für oder gegen Guatemala?
Pilawa: Trotz allem würde ich jederzeit wieder hinfahren, also muss es wohl für das Land sprechen. Mir fiel vor Kurzem auf, dass man im Nachhinein solche Rucks

ack- und Abenteuerreisen immer glorifiziert. Aber wenn ich ganz ehrlich bin: Egal, ob ich in Guatemala, Jordanien, Mexiko, Syrien oder Ägypten war, ich hatte oft Magen-Darm-Infekte, ich musste in Zügen und unter Brücken schlafen. Die Reisen waren an und für sich nicht so toll, wie ich sie in Erinnerung habe.
teleschau: Sie schliefen unter Brücken?
Pilawa: Wir waren in Israel mit dem Bus unterwegs, und an einem Freitagabend hieß es "Sabbat Schalom", und der Busfahrer ließ uns in der Negevwüste aussteigen. Der nächste Bus kam 24 Stunden später. Da lernt man, geduldig zu sein.
teleschau: Ums Reisen geht es auch in "Pilawas große Weltreise". Können Sie kurz erklären, wie sich die Sendung von "PISA - Der große Urlaubstest" unterscheidet?
Pilawa: In "Pilawas große Wel

treise" tauchen wir tiefer in das Thema ein. Wir schicken Prominente um die Welt, die aus verschiedensten Ländern Fragen stellen. Zudem ist das ganze Korrespondentennetz der ARD mit im Boot, die Fragen aus Japan, der Türkei oder Paris stellen. Es geht einmal um die ganze Welt. Im Urlaubstest beschäftigten wir uns lediglich mit den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen und deren PISA-Tauglichkeit.
teleschau: In der Sendung müssen mal wieder Prominente Ihr Wissen beweisen. Gibt es einen Promi, den Sie unbedingt noch ausfragen möchten?
Pilawa: Ich persönlich habe immer den größten Spaß daran, Politikern auf den Zahn zu fühlen. In solchen Sendungen haben sie zwei Möglichkeiten: Entweder sie zeigen sich von einer ganz menschlichen Seite und überraschen das Publikum, oder sie bestätigen die vorherrschenden Klischees, dass sie eine gewisse Lebensunfähigkeit besitzen
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