Von der "Gottesanbeterin" zur Ordensfrau? Keine Sorge: Nett und züchtig wird die dornige Rose sicher nicht werden. "Nonne, das wäre mal etwas total Reines, Reduziertes", sagt Sarah Maria Besgen. Aber

einfach nur das liebe Mädchen zu geben, das ist ihr viel zu eintönig: "Ich durfte mal drei Monate lang bei 'Rote Rosen' die Gute Seite der Miriam spielen. Das fand ich im direkten Vergleich eher langweilig." Zu wenig Konfliktpotenzial und Spielmöglichkeiten. Und die Kollegen könnten sie auch nicht mehr so schön necken: "Na, Du hast ja schon wieder 'nen Neuen ..."
Das Publikum des Fernsehromans, das in inniger Hassliebe mit dem schön-fiesen Vamp verbunden ist, wird froh sein, Besgen wiederzuhaben. Mit freundlichen Worten wie: "Also letzte Woche, da hätte ich Sie Biest wieder ..!" wurde Sarah Maria regelmäßig auf der Straße begrüßt. "Die meinen das humorvoll", versichert die übrigens sehr sympathische Schauspielerin lachend. "Die wissen, dass die Serie so jemanden wie mich braucht."
U

nd das sehen nicht nur die Fans so. Bereits sechs Wochen nach ihrem Ausstieg baten sie die Macher, wieder zu den "Roten Rosen" zurückzukehren, und schließlich entschied sich Sarah Maria erneut für den festen Fernseh-Job: "Ich arbeite in dem Beruf nun schon seit zehn Jahren, und es ist einfach schön, eine Zeit lang diese Sicherheit zu haben: ein festes Einkommen, geregelte Arbeitszeiten, freie Wochenenden, einfach ein bisschen Struktur."
Ehrliche Worte. Sie verschweigt nicht, dass das Leben als Schauspieler durchaus unglamouröse Seiten hat. Doch Sarah Maria Besgen hat sich bewusst dafür entschieden. "Ich wusste, wie es läuft als Künstler", sagt die Tochter der Malerin Annette Besgen. Ihre Mutter habe ihr nicht von dem Beruf abgeraten, doch darauf aufmerksam gemacht, dass dazu sehr viel Disz

iplin und Verantwortung gehören, man immer alles geben muss. "Und wenn es einmal nicht mehr mit der Schauspielerei klappen sollte, so muss ich die Konsequenz für die Entscheidung übernehmen und dazu auch stehen."
Sarah Maria Besgen, die bereits mit 16 Jahren von einem Agenten in einer Kneipe entdeckt wurde, haben die direkten Worte ihrer Mutter auf ihrem Weg sehr geholfen: "Ich habe mich oft daran erinnert und durchgehalten, weil ich nicht einfach aufgeben wollte." Nach ein paar TV-Rollen ("Natalie 3", "Für alle Fälle Stefanie") entschied sie sich für eine Schauspiel-Ausbildung am "Bühnenstudio der darstellenden Künste Hamburg", um den Beruf drei Jahre lang von Grund auf zu lernen
1
·
2