Auffallend sei gewesen, so wurde bei der Bekanntgabe der drei Finalisten-Filme (aus rund 200 Einsendungen) resümiert, dass die Regisseure (meist Studenten oder Absolventen einer Filmhochschule) ihre G

eschichten mehr über Bilder, Geräusche und Musik als über Dialoge erzählten. Bettina Zimmermann, die vor fünf Jahren schon einmal Mitglied der Jury war, stellte bei den zehn nominierten Filmen fest: "Sie gehen mehr auf die Psyche."
Außerdem sei eine Steigerung in der Qualität sichtbar. Davon ist auch Friedrich von Thun begeistert, ebenso wie über den Ansatz: "Der Kopf musste mitarbeiten!" Festivalleiter und Jury-Mitglied Andreas Ströhl bringt den besonderen Effekt auf den Punkt als "die Angst vor dem, was man nicht sieht". Zur Jury gehörten in diesem Jahr unter anderem auch die Schauspieler Mario Adorf, Max von Thun (sie seien sich in ihrem Urteil sehr einig gewesen, erklärte dessen Vater Friedrich) und Produzent Nico Hofmann.
Hoffnung auf den Preis kö

nnen sich bei der Verleihung am 30. Juni nun Nik Sentenza für "Das Zimmer" (2008), Julia Zimanofsky für "Escape" (2007) und Philipp Batereau für "Badetag" (2008) machen. Nach dem Motto "Erfahrung statt Geld" darf der Gewinner oder die Gewinnerin zwei Wochen lang am Universal Studios Filmmasters-Programm teilnehmen und bei den Universal Studios in Hollywood hinter die Kulissen blicken.
"Dadurch lernt man Hollywood von oben kennen", schwärmt der erste und berühmteste Preisträger des Shocking Shorts Awards: Florian Henckel von Donnersmark (für "Dobermann", 1999). Klar, dass 13th STREET mächtig stolz ist, schon Jahre zuvor das Talent dieses späteren Oscarpreisträgers (2007) erkannt zu haben. "Der Shocking Shorts Award hat auch bei der Finanzierung von 'Das Leben d

er Anderen' ganz sicher geholfen", schätzt Henckel von Donnersmarck. Denn bei Erstlingsfilmen schauten die Filmförderungen eigentlich fast nur auf die Preise des Regisseurs. "Und der Shocking Shorts Award gilt inzwischen mit dem Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken, dem Eastman Förderpreis in Hof und dem Oberhausener Kurzfilmpreis als einer der wichtigsten."
Verliehen wurde ihm die Auszeichnung übrigens in einem städtischen Heizkraftwerk - denn nebenbei ist der Shocking Shorts Award auch berüchtigt für die schrägen Locations der Verleihung. In diesem Jahr wird es das Jagd- und Fischereimuseum sein. Doch während es für die einen die vielleicht beste Party des Münchner Filmfests ist, und für den anderen das Ticket nach Hollywood, lobt Andreas Ströhl den Preis auch als "wesentliche Maßnahme der Nachwuchsförderung"
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