Michael Jackson: Der King of Pop ist tot

Es war als großes Bühnencomeback geplant, nach vielen Negativmeldungen und Skandalen wollte Michael Jackson endlich wieder musikalische Schlagzeilen machen. In knapp drei Wochen sollte seine ausgedehnte Konzertreihe in der Londoner O2 Arena starten und beweisen, dass er, der in den 80er-Jahren mit Alben wie "Bad" und "Thriller" sämtliche Verkaufs- und Chartrekorde brach, immer der "King of Pop" bleiben wird. Völlig überraschend verstarb Jackson nun in der Nacht zum Freitag im Alter von 50 Jahren nach einem Herzstillstand. Spontan versammelten sich hunderte Fans vor dem Krankenhaus und vor seinem Anwesen.

Gegen Mittag war der "King of Pop" in seinem Haus in Holmby Hills, Los Angeles kollabiert. Wie CNN berichtet, ging um 12.21 Uhr Ortszeit (21.21 Uhr MESZ) der entsprechende Notruf in der Rettungszentrale ein. Jackson wurde mit dem Notarztwagen ins nahe gelegene UCLA Medical Center gebracht, wo ein Team von Ärzten über eine Stunde lang versuchte, ihn wiederzubeleben, wie sein Bruder Jermaine Jackson bestätigte. Um 14.26 Uhr Ortszeit schließlich wurde der Sänger für tot erklärt. Eine Autopsie am Freitag soll die genaue Todesursache klären.

Michael Jackson wurde am 29. August 1950 in Gary im US-Bundesstaat Indiana als siebtes von neun Kindern geboren. Bereits im Alter von elf Jahren feierte er, gemeinsam mit seinen Brüdern, als Jackson 5 seine ersten Charterfolge. Ein Großteil seiner Geschwister war zum Zeitpunkt seines Todes im Krankenhaus und zeigte sich bestürzt. Bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz bat Jermaine Jackson die Öffentlichkeit darum, nun die Privatsphäre der Familie zu respektieren. Der Manager seiner Schwester Janet Jackson teilte mit, dass sie "bestürzt über den plötzlichen Verlust ihres Bruders" sei und sich nun nach Kalifornien begebe, um bei ihrer Familie zu sein.

Mit großem Entsetzen wurde die Nachricht auch unter Musikerkollegen aufgenommen, viele lobten den großen Einfluss Jacksons auf die Popmusik. Superstar Madonna etwa gab zu, Jackson "immer bewundert" zu haben, die Welt habe "einen ihrer Großen verloren, aber seine Musik wird immer weiterleben." Sängerin Céline Dion sagte, sie fühle sich "wie beim Tod John F. Kennedys", Ex-Fugees-Star und Rapper Wyclef nannte Jackson schlicht seinen "musikalischen Gott".

Die Schauspielerin Elizabeth Taylor, wie so viele Freunde Jacksons selbst einst auch ein Jungstar, erklärte gegenüber people.com, sie sei zu sehr am Boden zerstört, um sich zu äußern. Quincy Jones, Musikproduzent ("Thriller"), würdigte beim Sender MSNBC Jacksons Talent: "Ich habe heute meinen kleinen Bruder verloren, und ein Teil meiner Seele ist mit ihm gegangen." Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger äußerte sich, wie folgt: "Michael war ein Pop-Phänomen, das nie aufgehört hat, die Kreativität voranzutreiben. Auch wenn es ernste Fragen zu seinem persönlichen Leben gegeben hat, war Michael zweifellos ein großartiger Entertainer, und seine Popularität umspannt Generationen wie den Globus."

Mit geschätzten 750 Millionen verkaufter Tonträger gilt Jackson als einer der erfolgreichsten Musiker aller Zeiten

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