Kyle Gallner: Der talentierte Mr. Gallner

Eine gewisse Festlegung auf ein Rollenfach ist nicht von der Hand zu weisen. Trotz seiner gerade einmal 22 Jahre spielt Kyle Gallner häufig den zwielichtigen und rätselhaften Teenager, der stets eine unheilvolle und dunkle Stimmung in sich zu tragen scheint. Derzeit ist Gallner, der als introvertierter kleiner Bruder von US-Comedy-Star Shia LaBeouf durchgehen könnte, in dem Horrordrama "Das Haus der Dämonen" (Kinostart: 02.07.) zu sehen. Als sterbenskranker Junge hat er nicht nur mit dem Krebs, sondern auch mit Dämonen und Geistern zu kämpfen. Auch seine Folgeprojekte sind im Horror-Genre angesiedelt: "Jennifer's Body" und das Remake "Nightmare On Elm Street".

Kyle Gallner sind die sich wiederholenden Muster bewusst: "Auf keinen Fall will ich immer dasselbe machen. Aber nachdem wir 'Jennifer's Body' und 'Das Haus der Dämonen' fertig hatten, kam das Angebot zu 'Nightmare On Elm Street'. Wie kann ich denn zu Freddy Krueger nein sagen?", scherzt der frühere Serien-Darsteller.

Mit Nebenrollen im Fernsehen begann die Karriere des 1986 in Philadelphia geborenen Schauspielers. "Third Watch", "Law & Order" oder "Smallville" sind nur einige der Serien, in denen der zurückhaltend wirkende Gallner seit dem Jahr 2000 mitwirkte. "Veronica Mars", eine hochgelobte Teenie-Krimi-Reihe war schließlich das erste Format, in dem er 2005 regelmäßig zu sehen war. Bereits hier machte der Jungschauspieler in seiner Rolle als Cassidy Casablancas - der vernachlässigte und eingeschüchterte Sohn eines reichen Geschäftsmanns - seine emotionale Nähe zu traurigen Figuren deutlich.

Erfahrungen, die Kyle Gallner in "Das Haus der Dämonen" zugute kamen. Die bisher größte darstellerische Herausforderung meisterte der talentierte Gallner mit einer überragenden Leistung, mit der er den Rest der Besetzung ziemlich blass aussehen lässt. Ganz harmlos und verletzlich kann der zierliche Schauspieler wirken, aber plötzlich wird er zum bedrohlichen Misanthropen mit einer teuflisch-dunklen Tiefe.

Dass der leidenschaftliche Zeichner und bescheidene Gelegenheits-Skateboarder ein Horror-Fan ist, erscheint nur logisch: "Ich genieße es, mich zu gruseln. Das macht mir großen Spaß. Ich scheine einen besonderen Draht zu Horror-Filmen zu haben." Zurzeit seien es die Splatter-Filme, die das Genre bestimmen und die im Grunde immer das Gleiche zeigen. Über "Das Haus der Dämonen" sagt Gallner: "Dieser Film erzählt zwei verschiedene Geschichten, die ohne Weiteres auch alleine funktionieren. Das Vermischen von authentischen und aus dem Leben gegriffenen Begebenheiten mit übersinnlichen Elementen macht den Film zu etwas Besonderem."

In dem im Herbst anlaufenden "Jennifer's Body" gibt der in Kalifornien lebende Gallner wieder einen Außenseiter. Als Gothic-Kid mit Piercings versucht er sich an die besessene Highschool-Schönheit, gespielt von Megan Fox ("Transformers"), heranzumachen. Noch ist der mit 1,74 Metern nicht besonders große Schauspieler eher ein Unbekannter in der Riege der Jungstars, die derzeit von LaBeouf ("Transformers", "Indiana Jones"), Robert Pattinson ("Twilight") und Megan Fox ("Transformers") dominiert wird. Doch das könnte sich nach "Das Haus der Dämonen" durchaus ändern

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Autor: Daniel Heim/teleschau - der mediendienst
Bilder: Falcom Media Group

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