Doch das durchaus anstrengende Verständnis mit dem dressierten Filmpartner funktioniert inzwischen offenbar bestens. "Wenn ich mit einem Hund drehe, kann ich nicht nur an mich denken. Ich muss an alles zugleich denken: an die Rolle, die Kamera, die Menschen drum herum und zuallererst ans Tier." Weniger erfreut reagierte "König" Rex, als Capparoni einen seiner eigenen Hunde mit zum Set brachte. Zwei Rüden, das konnte nicht gut gehen. "Dogproblems", lacht er, zur Abwechslung mal ins Englische wechselnd.

Irgendwie scheint an der Serie für Kaspar Capparoni alles wie maßgeschneidert. In Rom vor der eigenen Haustür drehen, war wie ein Heimspiel, freut er sich und schwärmt von den prächtigen Kulissen seiner Heimatstadt. "Wo immer man die Kamera hinschwenkt, hat man große Kunst vor der Linse." Capparoni wohnt indes ländlich, etwa 20 Kilometer vor den Toren der Stadt. Eine ideale Komibination für die begeisterte Sportskanone ("Klettern, Paragliding, einfach alles!"), halb Naturbursche, halb Lebemann.

Das typische Dolce Vita, die römische Lebensart, liege ihm inzwischen gar nicht mehr so sehr am Herzen, schränkt er ein. "Man wird mit dem Alter ruhiger. Ich schätze, das ist normal. In den 80er-Jahren war Dolce Vita das vorherrschende Lebensgefühl, heute hat die Stadt gar nicht mehr diese eindeutige Identität. Alles ist multikulturell. Ich weiß auch nicht, ob ich das begrüßen oder bedauern soll."

Rom und Multikulti - das passt auf den ersten Blick zusammen wie Bach und 70er-Jahre-Hardrock - die beiden Leidenschaften des Filmkommissars Fabbri. Doch sein Darsteller Capparoni kann zumindest letzteren Widerspruch erklären. Bach habe im Drehbuch gestanden, Hardrock habe er nachträglich reinschreiben lassen. Genesis, Led Zeppelin, Pink Floyd, Jethro Tull: Das seien die letzten tollen Bands gewesen. Für die Zukunft sieht er schwarz. Da wirkt der so moderne Europäer dann doch reichlich altmodisch. Aber eine Musikerkarriere kommt wohl auch erst mal nicht in Frage. Zwar klimpert Capparoni ganz gern auf seiner Gitarre. Die Ergebnisse treiben aber nicht nur Filmhund Rex regelmäßig zur Verzweiflung.

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Autor: Jens Szameit/teleschau - der mediendienst
Bilder: Spöttel Picture ZDF / Bruno Rukauer

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