Ich bin Vorsitzende des Hamburger Projekts "Findelbaby". Leider müssen wir uns aber gerade gegen Medienangriffe der Lokalpresse wehren.
teleschau: Wieso dies?
Cukrowski: Weil sich, typisch deutsch, Behörden mitunter übergangen fühlen. Wir wollen werdenden und jungen Müttern helfen, die sich in ihrer Notsituation, aus welchen Gründen auch immer, nicht direkt an das Sozialamt oder Jugendamt wenden können. Wollen eine Brücke bauen, geben den Müttern die Chance, ein Kind vorübergehend uns anzuvertrauen ... - Aber das geht nur über die Anonymität. Wir haben ein Notruftelefon (0800 / 4560789, die Red.), und es gibt eine Babyklappe. In 50 Prozent der Fälle schaffen wir es, dass die Mütter ihr Kind annehmen können. Und: Seit wir das machen, ist in Hamburg noch kein Kind im Müll gefunden worden. Ich stehe voll dahinter und bin ständig in Kontakt mit den Pflegemüttern. Dem letzten Baby, das wir in der Babyklappe hatten, habe ich selbst auf der Intensivstation das Fläschchen gegeben - jetzt ist es in einer Pflegefamilie.
1
·
2
·
3
·
4
Zur Bilder-Galerie
Autor: Frank Rauscher/teleschau - der mediendienst
Bilder:
ARD Degeto / Katrin Knoke
ARD Degeto / Noreen Flynn
ARD Degeto / Sandor Domonkos
SWR / Teamworx / Erika Hauri
ZDF / Daniela Incoronato
ZDF / Jürgen Detmers
ZDF / Thanaporn Arkmanon
Weiterführende Links