Asiatische Untote sind irgendwie fieser als die durchschnittlichen Hollywood-Ausgeburten. "Der Fluch" des japanischen Regisseurs Takashi Shimizu ist atemberaubend und klaustrophobisch, die Spannungsku

rve bricht nie ab. Der Plot ist dabei so simpel wie effektiv: In einem Familienhaus rafft ein Vater, der sich betrogen fühlt, seine junge Frau und den kleinen Sohn samt Kater und anschließend sich selbst dahin - das Anwesen ist fortan mit einem Fluch belegt: Jeder, der es betritt, muss sterben.
Das Publikum kommt, abgesehen von einer kurzen Szene am Anfang, in der sich Sarah Michelle Gellar in Boxershorts neben ihrem Freund (Jason Behr) im Bett räkelt, nicht zum Durchatmen. Gellar spielt die Krankenschwester Karen, die sich um die psychisch kranke Hausmutter kümmern soll. Doch die arme Frau fällt kurz darauf dem mörderischen Geist anheim. Karen hat Glück und kommt vorerst mit dem Schrecken davon. Allerdings steht sie nun ebenfalls auf der Abschussliste.
Regisseur Takashi Shimizu,

der mehrere Horror-Versionen des Stoffs (im Original "Ju-on") auf den japanischen Videomarkt brachte und auch "Der Fluch 2" (2006) inszenierte, erzählt die Geschichte in verschiedenen Zeitebenen. Anders als bei herkömmlichen amerikanischen Streifen gelang es Shimizu, auf höchstem Spannungsniveau einzusetzen und diese Ebene nicht mehr zu verlassen. Dadurch bildet sich leider auch kein Klimax, was entsprechend auf Dauer recht eintönig wirken kann: Der Film stellt einen einzigen Nerven zerreißenden Höhepunkt dar. Nichts für Zartbesaitete!
Ausstrahlung am 04.07.2009 um 22:15 Uhr auf ProSieben
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Autor: Bernd Fetsch/teleschau - der mediendienst
Bilder:
ProSieben / Constantin Film
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