Kein Sexfilm, versteht sich, sondern ein starker, raffiniert gestylter Thriller und unter die Haut gehender Auftakt der neuen "Sommernachtsphantasien".

Die unglaubliche Sharon Stone steht dann an den beiden folgenden Montagen im Zentrum des Geschehens. Erst, am 13. Juli, 22.15 Uhr, zeigt das ZDF die Free-TV-Premiere "Basic Instinct 2" (2005, Regie: Michael Caton-Jones), dann, am 20. Juli, 22.15 Uhr, den ersten "Basic Instinct" (1992) von Paul Verhoeven. Der Kritiker von "Cinema" schrieb damals: "Wenn es eine Daseinsberechtigung für die Standbildtaste am Videorekorder gibt, dann liefert sie dieser Thriller mit jener Mini-Szene, in der Sharon Stone einmal kurz ihre Beine übereinanderschlägt und damit ihren Filmpartner Michael Douglas um den Verstand bringt." Die Frage konnte fast 14 Jahre später nur lauten: Kann Sharon Stone dem Sex-Mythos, den sie einst mit dem eiskalten Luxusluder Catherine schuf, noch immer gerecht werden?

Sie konnte. Und wie. Mit ihren 48 Jahren lieferte sie erneut "den Machismo der Traumfabrik ans Messer", wie "Spiegel online" jubelte. La Stone - in Heels und Business-Kostüm eine Wucht - sagte nur ganz cool: "Ich kann mich heute besser in die Rolle von Catherine hineinversetzen als damals. Weil ich mehr Erfahrung habe und mich in meiner Haut wohl fühle. Sich sexy zu fühlen, hat nichts mit dem Alter zu tun. Darf man sich etwa nur ausziehen, wenn man 20 ist? Ich wollte den Leuten zeigen, wie toll eine 48-jährige Frau nackt aussehen kann."

"Verführerisches Spiel" heißt der niederländische Spielfilm, der am Montag, 27. Juli, ab 22.15 Uhr, seine deutsche TV-Premiere feiert. Der federleichte Sommerkrimi, der sich augenzwinkernd beim Klassiker "Blow Up" bedient, begleitet eine geheimnisvolle Schöne, gespielt von Sophie Hilbrand, durch heiße Nächte am Strand und im Nachtclub. Eines Tages trifft ein von Afghanistan gebeutelter Kriegsfotograf auf sie - für ihn ist es die ganz große Liebe. Doch was ist es für sie?

In "In the Cut - Wenn Liebe tötet" (2003, Regie: Jane Campion) kommt am Montag, 3. August, 22.15 Uhr, zusammen, was eigentlich nicht zusammen geht: Meg Ryan und Erotik. "Das Piano"-Regisseurin Campion legte die Betonung eindeutig mehr auf Erotik als auf Thriller: Fleisch, Geschlechtsorgane und Masturbationsszenen sind zu sehen. Da diese in eine zumindest als banal einzustufende Geschichte eingebettet sind, ist die Frage berechtigt, warum sich Meg Ryan dafür hergab - ursprünglich war übrigens Nicole Kidman für die Rolle vorgesehen, die aus privaten Gründen absagte

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