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Peterfalvi: Im Moment ist es noch dieselbe. Aber ich suchte lange nach authentischen Jacken, startete auch Aufrufe im Fernsehen und fand keine. Also habe ich jetzt zwei nachmachen lassen, als Reserve.
teleschau: Ist es nicht eigentlich ein wenig paradox, dass Sie selbst sich als Alfons verkleiden und als unbeholfener französischer Reporter verstellen müssen, um den Leuten auf der Straße authentische Meinungen zu entlocken?
Peterfalvi: Das stimmt, aber im Moment ist es der einzige Trick, den ich dafür gefunden habe. Ich liebe Leute, die vor einer Kamera authentisch sind. Das finde ich sehr selten im Fernsehen. Als ich am Anfang Deutsch lernen wollte, hörte ich viele großartige Stammtischgespräche mit an. Als ich sie einmal mit einer Kamera einfangen wollte, funktionierte es nicht. Als Alfons muss ich gar nicht viel tun: Ich muss einfach die Jacke, die Zettel und den Puschel haben, und auf einmal ist dann die Kamera nicht mehr so wichtig. Die Leute reden dann so wie sie sind, wie am Stammtisch.
teleschau: Kam es schon einmal vor, dass manche im Nachhinein erschrocken über ihre offenen Aussagen waren und hinterher baten, sie nicht zu senden?
Peterfalvi: Ich glaube, das ist noch nicht einmal passiert. Ich kann es nicht genau erklären, aber um Alfons herum passiert etwas Magisches. Wenn ich die Menschen dann mal wieder auf dem Wochenmarkt treffe, heißt es oft: "Hallo, Alfons, was ist dein Thema diese Woche, kann ich dir helfen?" Die Leute öffnen sich sehr - teilweise erklären die mir auch Dinge, die ich selbst nicht senden will, weil sie zu privat sind. Aber alle sind sehr nett zu mir. Oft gibt es Omas, die mir eine Wurst oder einen Apfel schenken.
teleschau: Haben Sie die Erfahrung gemacht, dass die Menschen im Zeitalter der Doku-Soaps und Casting-Shows sogar unbedingt vor die Kamera wollen, anstatt sich davor zu fürchten?
Peterfalvi: Es ist sehr einfach geworden, Leute auf der Straße zu finden, die sagen: "Ich kann singen und tanzen, filmt mich!". Sie machen es richtig schlecht und haben kein Problem damit, gefilmt zu werden. Man könnte da sicherlich sehr gut Leute vorführen, aber das ist billig, und das mache ich nicht. Ich möchte auch nicht, dass Alfons dafür missbraucht wird. Ich will keine Leute vorführen. Eventuell kann ich Meinungen vorführen, aber keine Menschen. Wenn mir im Schrebergarten einer sagt: "Den da drüben schmeißen wir raus" und sichtlich Spaß daran hat, ist das etwas anderes. Damit zeige ich etwas, das hat für mich eine andere Qualität
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