Aber das ist egal. Es muss sich richtig anfühlen. Wenn es sich richtig anfühlt, sind Dinge wie das Geschlecht egal.
teleschau: Welche Rolle spielt die Hautfarbe?
Ciara: Ist egal! Nimm Vanilla Ice! Der wird heute nicht mehr besonders geschätzt, aber damals war das etwas Besonderes. Ein weißer Typ, der rappt, wow. Es fühlte sich richtig an. Heute fühlt sich eben das, was Eminem macht, richtig an.
teleschau: Für andere Leute schreiben, sich an anderen Produktionen zu beteiligen? Ist das ein Plan für die Zukunft?
Ciara: Absolut. In der Tat wird da in den nächsten Jahren so einiges kommen, ich stehe für ein paar spannende Sachen in den Startlöchern. Da geht es vor allem um Songwriting, und das ist auch die Sache, die mir am wichtigsten ist: als Songwriterin zu wachsen und auch in anderen Genres zu arbeiten.
teleschau: Als Du Deine erste Platte aufnahmst, warst Du 17 Jahre alt. Hast Du das Gefühl, etwas verpasst zu haben - vielleicht eine normale Jugend?
Ciara: Nein. Ich achtete sehr darauf, bis zum letzten Moment einen Alltag zu leben - im Prinzip bis zu dem Moment, an dem mein Debüt in den Plattenläden stand. Insofern habe ich dieses ganze Teenager-Ding noch mitgenommen. Das, was dann kam, war das, was ich wollte - und das ist es immer noch. Ja, es ist ein anderes Leben. Aber ich denke, das Leben besteht prinzipiell aus mehr, als mit seinen Freundinnen abzuhängen. Klar, ich bin vielleicht reifer und zielstrebiger als viele Gleichaltrigen. Und klar, man altert schneller. Schon mit 18 hatte ich die Verantwortungen einer Erwachsenen. Ich hatte eine eigene Firma, ein eigenes Haus, jede Menge Papierkram. Aber hey - ich wollte das.
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Autor: Jochen Overbeck/teleschau - der mediendienst
Bilder:
Derek Blanks / Sony Music
Frank Micelotta / Sony Music
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