Mit Justin zusammenzuarbeiten, war natürlich großartig. Er weiß ganz genau, was er will und arbeitet dann sehr zielstrebig, aber auch mit Leidenschaft drauf hin. Und hey, ich war früher ein riesengroßer N'Sync-Fan - nicht nur von der Musik, sondern vor allem von ihrer Performance. Als Justin damals sein Solo-Debüt veröffentlichte, kombinierte er dieses Können mit einem ganz eigenen Sound, mit diesem sehr modernen R'n'B. Ich war begeistert.
teleschau: Habt Ihr Euch tatsächlich getroffen?
Ciara: Ja, wir haben das Ding gemeinsam eingespielt, was echt nett war. Wir saßen herum, haben uns gutes Essen kommen lassen und wirklich viel gelacht. Jetzt telefonieren wir ab und zu und werden sicher irgendwann noch einmal zusammen etwas einspielen oder gemeinsam irgendwo auftreten. Das klappte bei den anderen Features leider nicht. Bei Young Jeezy habe ich aber während der Aufnahmesession vorbeigeschaut. Der ist wirklich mal ein totaler Freak, wahnsinnig witzig.
teleschau: Das Booklet nennt Dich "Executive Producer" - was genau bedeutet das?
Ciara: Ich bin gut, was Sounds und Melodien angeht. Ich kenne mich wirklich in diesem R'n'B- und Pop-Bereich aus und liebte das immer. Es geht von Luther Vandross zu R. Kelly, von Madonna zu Sade. Ich erledige vielleicht nicht das Technische, kann aber sehr genau meine Vorstellungen artikulieren. Ich denke, dass ich da in den letzten Jahren sehr gewachsen bin - auch durch die Zusammenarbeit mit Künstlern wie eben Justin, Jeezy oder auch Missy Elliott. Ich bin komplett am Start und sage sehr genau, wie es zu klingen hat. Das ist wichtig - auch für die Leute, die meine Songs letztendlich produzieren.
teleschau: R'n'B gilt als Männerdomäne. Ist es für Frauen schwieriger, hier ernst genommen zu werden als für Männer?
Ciara: Ich denke, am Ende des Tages geht es um das, was Du leistest. Wenn Deine Songs gut sind, ist das egal. Nimm jemanden wie Diane Warren, die hat unter anderem für Whitney Houston geschrieben. "The Bodyguard" wurde im Prinzip von ihr geschrieben - das verkaufte sich 26 Millionen-mal. Ganz ehrlich: Von einer Zweiklassengesellschaft zwischen Männern und Frauen im Business bekomme ich nichts mit. Meine Erfahrungen sind andere. Männer sind vielleicht aggressiver und finden sich deshalb eher in Führungspositionen. Aber Universal USA hat zum Beispiel einen weißen CEO. Ich glaube aber, dass das im R'n'B tatsächlich nicht anders ist als in anderen Genres. In der Rockmusik geht es doch oft genug auch um eine Handvoll Typen, die eben eine Band gründen
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