"Schlag den Raab" - Die "Killerplauze" im Formtief?
Wie schön für Stefan Raab: In der letzten Ausgabe seiner Mammut-Mehrkampf-Show wurde zur Abwechslung mal der Gastgeber selbst vom Publikum angefeuert. Sonst halten die Zuschauer ja eher zu den Kandidaten, die bei "Schlag den Raab" um ein Vermögen spielen. Der angehende Apotheker Hans-Martin mit einem IQ von 143 und ebenso ausgeprägtem Selbstbewusstsein schaffte es jedoch im Handumdrehen, sich mit seiner recht überheblich wirkenden Art unbeliebt zu machen. Und so wurde er von der Presse sowie den zahlreichen Lästerern im Internet kurzerhand in "Hass-Martin" umgetauft. Vielleicht trösten ihn ja die 500.000 Euro darüber hinweg, die er in der ProSieben-Sendung abstaubte. Bei der aktuellen Ausgabe ist wieder "nur" eine halbe Million im Jackpot.
"Ich bin nicht hierhin gekommen, um neue Freunde zu gewinnen, sondern das Geld", gab "Hass-Martin" zu Protokoll, dem die Buhrufe aus dem Publikum nicht viel auszumachen schienen. Sein Ziel hat er erre

icht. Vielleicht ließ sich die "Killerplauze" tatsächlich vom selbstbewussten Auftreten des 24-Jährigen durcheinanderbringen. Oder Ehrgeizling Raab braucht die Missgunst des Publikums, um sich im Wettbewerb so richtig durchbeißen zu können, und war nicht motiviert genug.
Fest steht jedenfalls, dass es in der nächsten Ausgabe um die Ehre des ProSieben-Tausendsassas und Extrem-Funsport-Freunds geht. Denn auch der Kandidat vor "Hass-Martin", der Chemie-Doktorand Nino, besiegte Raab und heimste stolze drei Millionen Euro ein. Dreimal in Folge hat der Herausforderer seit dem Start von "Schlag den Raab" im September 2006 noch nie verloren.
Durch seinen Besuch bei "TV total" stimmte der ungeliebte Kandidat Stefan Raab übrigens wieder milde. Der Moderator hatte zuvor noch verkündet, dass

er gegen den Pharmazie-Praktikanten besonders ungern verloren habe. Hans-Martin bescherte der Sendung am Montag nach dem Duell allerdings Top-Quoten. In der Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer kam man am späten Abend auf einen sehr guten Marktanteil von 17,8 Prozent. Die besagte "Schlag den Raab"-Folge holte am Samstag zuvor in der Primetime solide 26,1 Prozent.
Ausstrahlung am 31.10.2009 um 20:15 Uhr auf ProSieben
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Autor: Ute Nardenbach/teleschau - der mediendienst
Bilder:
ProSieben
ProSieben / Willi Weber
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