Im TV-Programm sind nun vormittags bewährte Kinderformate der öffentlich-rechtlichen Sender zu täglich festen Zeiten zu sehen: "Pocoyo", "Sesamstraße" oder "Die Sendung mit dem Elefanten" zum Beispiel

. "Eltern können sicher sein, dass ihre Kinder keine unangenehmen Überraschungen erleben", versichert Programmgeschäftsführer Steffen Kottkamp. Neu daran ist vor allem, was sich zwischen den Sendungen abspielt: Dreimal tollt jeweils für ein paar Minuten das KiKANiNCHEN herum. Gemeinsam mit seinem besten Freund Christian Bahrmann - im Gegensatz zur dreidimensional animierten Figur ein 34-jähriger Puppen- und Schauspieler - singt und spielt es in einer bunten, aber nicht überstilisierten Kulisse, die aussieht, wie aus Papierschnipseln erschaffen.
"Es ist kein Programmansager, sondern will Impulse geben", erklärt Kottkamp die Funktion des KiKANiNCHEN, das Zuschauer direkt anspricht. "Es ist die Identifikationsfigur für Kinder, hat kindliche Verhaltensweisen und

geht entsprechend mit seiner ganzen Welt um. Es hat kein Problem damit, aus einem Regenschirm mal schnell eine Rakete zu machen. Es ist neugierig und wissbegierig." Das KiKANiNCHEN könne, wie Kinder auch, "aus jeder Situation und aus jedem Gegenstand ein ganzes Universum erschaffen. Dieser Umgang mit Fantasie regt zum Mitmachen an: Da wird mitgetanzt, mitgelacht und mitgesungen, gegebenenfalls nachgemacht und mitgebastelt."
Die Frage, ob Vorschulkinder überhaupt fernsehen sollten, stellt sich im Jahr 2009 nicht mehr. "Fakt ist: Sie tun es." Diese Generation der sogenannten "Digital Natives" wurde hineingeboren in eine vielfältige Medienwelt. "Gerade die Vielzahl der Angebote und der Anbieter macht eine Orientierung schwierig", weiß Kottkamp. Die soll nun im

Sinne der "Medienerziehung von Anfang an" die besonders gekennzeichnete, ritualisierte Programmfläche schaffen. Weiterer Anspruch des Kanals: Sprache, soziale Kompetenz und Wissen fördern. Das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) übernimmt die wissenschaftliche Begleitung.
Ausdrücklich nimmt der KI.KA auch die Eltern in die Verantwortung. Gemeinsames Fernsehen ist erwünscht, als Ritual und auch, um sich über das Gesehene austauschen zu können. Dazu will der KI.KA weitere Services wie zum Beispiel den "Elternticker" bieten, den es bereits bei der "Sendung mit dem Elefanten" gibt. Parallel zum Programm werden Hinweise eingeblendet wie: "Hier bieten sich Ansatzpunkte, um mit Ihrem Kind über das Aufräumen des Zimmers zu sprechen
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