Sie trugen selbst genähte Jogginganzüge und malten ihre Graffitis mit Pinseln an die Wände, weil es keine Spraydosen gab. Breakdancer und HipHopper in der DDR mussten erfinderisch sein. Sie trafen sic

h an Straßenkreuzungen, um miteinander und gegeneinander zu tanzen. Einige wurden sogar festgenommen, weil sie durch ihr Hobby "sozialistische Werte in Frage stellten". Aber die Begeisterung der Jugendlichen kannte trotzdem keine Grenzen.
Irgendwann mussten auch die Behörden vor der Bewegung kapitulieren: Und Breakdance wurde als "akrobatischer Showtanz" assimiliert, den man als "Solidarisierung mit den unterdrückten Minderheiten in den USA" verstand. FDJ-Jugendclubs und Schul-AGs wurden gegründet und Meisterschaften abgehalten. Während einige sich wegen der zunehmenden Kommerzialisierung abwandten, verdienten andere bald ihren Lebensunterhalt mit dem Tanzen.
"Here we come" sei ein tragikomischer Stoff, sagt Nico Raschick. "Das Tragische ist, dass eine Kultur, die sich g

anz unabhängig von der Ideologie und den engen Grenzen entwickelt hatte, wie so vieles im Zuge der Wende mehr oder weniger verschwand." Ihren Unterhaltungswert zieht die Doku aus der Musik sowie den Moves und Styles der Breakdancer von damals, die in Erinnerungen schwelgen und mithilfe vieler Fotos und Super-8-Filme den Zuschauer mit in ihre bewegte Vergangenheit nehmen. - Am Montag, 09.11., 00.35 Uhr, endet die Fernsehspiel-Reihe mit dem Drama "Berlin is in Germany" (2001).
Ausstrahlung am 02.11.2009 um 00:35 Uhr auf ZDF
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Autor: Franziska Kramer/teleschau - der mediendienst
Bilder:
ZDF / Bernhardt Schmidt
ZDF / Björn Knechtel
ZDF / Wolfram Otto
ZDF und Detlef Bittner
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