Florian Weber: Ein Auftrag für Haudegen

Es ist einer der härtesten Jobs, den ARD-Programmdirektor Volker Herres zuletzt zu vergeben hatte: Florian Weber moderiert ab Dienstag, 20. Oktober, um 18.50 Uhr, die neue Quizshow "Das Duell", die sich auf einem heiklen Programmplatz bewähren muss und von Jörg Pilawas TV-Firma "White Balance" produziert wird. Wo eben erst die Flopserie "Eine für alle - Frauen können's besser" unfreundlich aus dem Ablaufplan gekegelt wurde, setzt das Erste nun auf die Mitwirkung des Publikums. Jeweils ein Zuschauerkandidat muss sich mit einem prominenten Gast in zehn Aufgaben messen - und kann so 20.000 Euro gewinnen. ARD-Moderator Florian Weber, der schon für die ZDF-Sendung "Wombaz" Löwen impfte und Bären fütterte und für das NDR-Magazin "Mein Nachmittag" seine Knochen einem Härtetest unterzog, scheint genau der richtige Mann für die Herausforderung zu sein.

teleschau: Herr Weber, Hand aufs Herz: Kam es für Sie sehr überraschend, dass Ihnen die ARD die Moderation der neuen Vorabendsendung "Das Duell" übertragen hat?

Florian Weber: Ich wusste auch nur eine Woche länger als die Presse von der Entscheidung. Zuerst gab es ein Casting, zu dem sechs oder sieben Kandidaten eingeladen wurden. Es war für mich schon eine Art Ritterschlag, in den erlesenen Kreis derer zu gelangen, die dafür in Frage kommen. Seit Anfang des Jahres moderiere ich ja im Wechsel mit drei Kollegen das "ARD-Buffet", was sowohl bei den Zuschauern als auch intern sehr gut ankommt. Von daher war es nicht ganz unwahrscheinlich, dass noch einmal eine andere Aufgabe auf mich zukommt. Natürlich freue ich mich riesig. Ich weiß, dass noch ziemlich gute Leute im Rennen waren.

teleschau: Wie muss man sich denn so ein ARD-Casting vorstellen?

Florian Weber: Wir haben tatsächlich eins zu eins eine Sendung, wie sie dann ab Mitte Oktober auf Sendung geht, aufgezeichnet.

teleschau: Da haben Sie ja einen großen Wissensvorsprung: Was wird "Das Duell" denn für eine Sendung?

Florian Weber: Pro Sendung wird ein Zuschauerkandidat gegen einen prominenten Gast antreten. In einer Fragerunde von ingesamt zehn Durchgängen geht es um einen Gewinn von 20.000 Euro. Der Zuschauerkandidat ist natürlich heiß darauf, das Geld mitzunehmen. Der Prominente wird es einem guten Zweck zuführen, sollte er gewinnen.

teleschau: Klingt ein wenig nach "Schlag den Raab"...

Florian Weber: Es geht um Fragerunden - das Studio werden wir nicht verlassen. Natürlich gibt es auch Spiele mit Einspielfilmchen und Bildern, die sich aufbauen und von den Kandidaten erkannt werden müssen. Eine große Bandbreite von Gameshows wird in unserem Quiz abgefragt.

teleschau: Man muss also keine Sportskanone sein, um den gegnerischen Quizkandidaten zu übertrumpfen - etwa durch Zähigkeit am Reck?

Florian Weber: (lacht) Nein, man muss kein Spitzensportler sein, sondern schnell im Kopf. Die Chancen zu gewinnen, liegen bei uns wirklich bei 50:50.

teleschau: Hätten Sie bei den Fragen, die Sie aus der Casting-Show kennen, gewinnen können?

Florian Weber: Machbar gewesen wäre es schon. Im Casting bezogen sich viele Fragen auf die deutsche Geschichte. Da wäre ich bei einigen Fragen blank gewesen, aber ich hätte insgesamt mithalten können.

teleschau: Was ist denn Ihre Spezialität: In welchen Bereichen kann man Sie nie schlagen?

Florian Weber: Ich werde jeden Tag vor die Probe gestellt - von meinen zwei kleinen Kindern

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