Auf Dan Browns Spuren: RTL dreht in München, Rom und Malta den Abenteuerfilm "Die Akte Golgatha"
Scheiben klirren, Vatikan-Häscher schleichen um die Hausecken. Noch bis Anfang November dreht RTL in der Villenkolonie Grünwald bei München den Thriller "Die Akte Golgatha", der auf einem Verschwörungsschmöker von Philipp Vandenberg beruht und an die Bestseller von Dan Brown erinnert. Grünwald ist jedoch nur die erste Station. Die Schlüsselszenen des Event-Films dreht die UFA Filmproduktion auf Malta, in Rom und im Gelobten Land. Die Hauptdarsteller Marco Girnth und Katharina Schüttler sind angesichts ihres ganz persönlichen Abenteuertrips jetzt schon aus dem Häuschen. "Ich freue mich brennend darauf, auch einmal von einem Dach aufs nächste zu springen - oder auf tolle Verfolgungsjagden mit dem Motorrad quer durch die Wüste", erzählt Katharina Schüttler. "Die Akte Golgatha" hat noch keinen Austrahlungsstermin. Gut möglich, dass man den etwas anderen Bibelfilm im Oster-Programm 2010 wiederfindet.
Hochdramatische Szene in München-Grünwald: Ein junges Pärchen jagt aus der schmucken Vorortvilla, springt in den altersschwachen VW-Käfer und braust auf quietschenden Reifen davon. Schon klirrt eine S

cheibe. Durch die Scherben springen zwei gedrungene Gestalten, schwarz gekleidet, mit finsterem Blick - und mit schweren Pistolen bewaffnet. Interessant ist ein unscheinbares Detail: Einer der Bösewichte trägt ein silbernes Kreuz um den Hals. Sein Designer-Anzug sieht verdächtig nach einem Priestergewand aus. Dann eine Lautsprecherdurchsage, die die Darsteller wieder zurück auf die Ausgangsposition ruft - und die Situation ins Hier und Jetzt einer eher verschlafenen Vorortidylle zurückholt.
"Wir bewegen uns hier auf klassischem Krimi-Grundstücken", schmunzelt der Produzent Daniel van den Berg, der im Auftrag von RTL für die UFA Fernsehproduktion den Thriller "Die Akte Golgatha" drehen lässt. Jeden Moment rechnet man damit, dass der verstorbenen Horst Tapper

t um die Ecke kommen könnte. Zu vertraut ist der Schauplatz aus zahllosen ZDF-Fernsehkrimis der Herbert-Reinecker-Schule. "Es ist erstaunlich, dass in Grünwald immer noch Leichen zu finden sind", so van den Berg. Vom Nachbargrundstück aus könnte Joachim Fuchsberger die Dreharbeiten überwachen. Der TV-Senior genießt hier seinen Ruhestand. Und doch ist von Behäbigkeit in der Bestseller-Verfilmung eines Thrillers von Philipp Vandenberg nichts zu spüren. Die Dreharbeiten, die noch bis zum 2. November laufen sollen, führen das Team rund um Regisseur Zoltan Spirandelli ("Vaya con Dios", 2002) noch nach Malta, Jerusalem, Rom, Turin und in die Alpen.
Erzählt wird eine abenteuerliche Geschichte, die von Ferne an die Bestseller von Dan Brown ("The Da Vinci Code - Sakrileg", "Das verlorene Symbol")

erinnert: Ein renommierter Archäologe macht darin eine dramatische Entdeckung auf biblischem Grund. Bei Ausgrabungen im historischen Judäa kommt er überraschend ums Leben. Der Film wird mit einer dramatischen Szene beginnen, in der eine Grabungshöhle gesprengt wird, verrät der Produzent nicht ohne Stolz. Professor Schlesinger stirbt dabei - nur kurze Zeit später stellt sich allerdings heraus, dass die wahre Todesursache nicht das Dynamit, sondern eine akute Lebervergiftung war. Ein erster Verdacht fällt auf den Chirurgen Gregor Gropius (Marco Girnth, "SOKO Leipzig"), der den Wissenschaftler zuvor operiert hatte.
In der Münchner Villa trifft Gropius auf die attraktive Felicia, die Tochter des Verstorbenen (Katharina Schüttler, "Es kommt der Tag"), die ihm anfänglich feindselig gegenüber steht
1
·
2
·
3