teleschau: Frau Schrowange, 15 Jahre "Extra - Das RTL-Magazin", im vergangenen Jahr feierten Sie Ihr 25-jähriges TV-Jubiläum. Die Jahrestage häufen sich.
Birgit Schrowange: Ich bin jetzt schon

15 Jahre bei RTL, davor war ich elf Jahre beim ZDF, davor beim WDR. Immer wieder frage ich mich: Du liebe Güte, wo ist die Zeit geblieben? Vor allem wenn man älter wird, geht die Zeit so schnell vorbei.
teleschau: Übers Älterwerden wollen wir doch gar nicht reden ...
Birgit Schrowange: Fernsehen war immer mein Traumberuf - schon von klein auf. Mich zog es schon als Jugendliche zum Sender, und ich musste sehr dafür kämpfen, mir meinen Platz dort zu erarbeiten. Zum Glück spielt das Alter heutzutage beim Fernsehen nicht mehr so eine große Rolle wie früher. Man orientiert sich jetzt auch bei uns mehr an Amerika, wo die Moderatoren sehr viel älter werden dürfen - besonders die Frauen.
teleschau: Seit wann ist es denn bei uns in dieser Hinsicht entspannter geworden?
B

irgit Schrowange: Ich kann mich noch gut an meine Zeit beim ZDF erinnern. Spätestens mit 40 wurde man damals aussortiert. Ich finde schön, dass sich da so viel zum Positiven geändert hat.
teleschau: Liegt das vielleicht daran, dass man als Journalistin im Fernsehgeschäft nicht so sehr zu kämpfen hat wie etwa die Schauspieler-Kolleginnen?
Birgit Schrowange: Erinnern Sie sich noch an Ulrike von Möllendorff, die ich bei meiner Zeit beim ZDF kennenlernte. Das war eine ganz tolle, taffe Fernsehjournalistin, die früher die "heute"-Nachrichten moderierte. Die musste abtreten, als sie ein bestimmtes Alter erreicht hatte. Das fand ich ganz schlimm. Aber zum Glück gibt es ja bei uns heute auch großartige ältere Schauspielerinnen: Hannelore Elsner, Iris Berben, Hannelore Hoger oder Rut

h-Maria Kubitschek - das sind doch unsere Besten!
teleschau: Sie wollten ja schon als Mädchen zum Fernsehen. Was hat Sie denn damals so fasziniert?
Birgit Schrowange: Mit 14 Jahren habe ich mit einer Freundin Szenen nachgespielt - alles, was uns im Fernsehen begeistert hatte. Dieter Thomas Heck und Ilja Richter waren unsere Helden. Um besser spielen zu können, bastelten wir uns einen Fernseher aus Pappe. Meine Freundin wollte Sängerin werden - die habe ich dann immer vor der Kamera angesagt.
teleschau: War der Schock dann groß, als Sie sich einige Jahre später tatsächlich den Weg zu Ihrem ersten Sender gebahnt hatten?
Birgit Schrowange: Fernsehen ist harte Arbeit. So glamourös, wie man das immer in den bunten Blättern sieht, war es natürlich nicht
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