Bei einigen Bünden funktioniert das extrem gut - man bekommt zwei Noten, die miteinander harmonieren", fachsimpelt der 23-Jährige munter vor sich hin.
Bekannt wurde Newton vor allem, weil er sich die Finger wund "tappte". "Wenn man keine Konzerte spielt, schreibt man Sachen, die nur für einen selbst sind. Wenn man aber Auftritte hat, bekommt man eine sehr klare Vorstellung davon, was die Leute wollen und mögen. Zu Hause fällt es mir schwer, mich daran zu erinnern. Das ist zwar ziemlich dumm, aber es ist nun mal so." Er trage immer ein Buch mit sich herum, um alles sofort aufschreiben zu können. "Wenn etwas passiert, das mich bewegt, dann muss ich es sofort verarbeiten. Ich darf Dinge nie zu lange liegen lassen, sonst verblasst der zündende Funke."
Seine autodidaktischen Kenntnisse waren Newtons größte Referenz, die er vorzuweisen hatte, als er mit 16 Jahren die "Academy of Contemporary Music" besuchte - das und tagelanges Üben. "Die meisten Leute auf der Schule spielten von Kindesbeinen an und waren mir Jahre lang voraus. Das versetzte mich in Panik. Also tat ich sechs Monate nichts anderes, als Gitarre zu spielen. Sie lag griffbereit gleich neben meinem Bett", erinnert sich Newton. Der Fleiß lohnte sich. Mit seinem eigenwilligen Spiel machte sich Newton Faulkner bald schon Eric Roche zum Freund. Der angesehene Akustik-Gitarrenspieler war sein Mentor und sein großes Vorbild.
Doch nicht nur durch seine ungewöhnlichen Spieltechniken fiel Newton aus dem Rahmen. Während sich seine Mitschüler in hartem "Heavy-Metal-Geschrammel" versuchten, blieb er seinem eigenen rhythmischen und perkussiven Spiel treu. "Jeder spielte wütenden Metal. Wir dachten, wir drehen das Ganze um und sind die glücklichste Band der Stadt. Meine Gitarre war pink", erinnert sich Newton an seine Zeit in einer Band namens Half Guy, sein zweites Projekt neben einer Green-Day-Coverband. Jetzt spielt er solo wie ein Donovan Frankenreiter Großbritanniens, ein Mann, eine Gitarre. Beim Kollegen aus Laguna Beach in Kalifornien trat der 23-Jährige schon im Vorprogramm auf.
Was die beiden außer ihren Rechenkünsten - Strand mal Sonne + Gitarre = gute Laune - außerdem verbindet, ist die Tatsache, dass sie besonders in der Surfszene gefeiert werden. Ja, auch im kühlen, regnerischen England kann man über die Wellen reiten. Und die englischen Surfstars Kelly Slater und Andy Irons aus Cornwall wissen Newton Faulkners Musik bei einem gemütlichen Abendbier am Lagefeuer sehr zu schätzen
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