Land unter am Kap der Guten Hoffnung: ProSieben dreht in Südafrika das Action-Abenteuer "Lost City Raiders"
(tsch) Das Urlaubsparadies Südafrika hat Wassersportfreunden einiges zu bieten. Seit in Kapstadt eine 6,4 Millionen Dollar teure "Waterworld"-Mär gedreht wird, sind zu Schwimmen, Surfen oder Schnorcheln allerdings noch ein paar weniger erbauliche Extrem-Disziplinen hinzugekommen. Im Auftrag von ProSieben und dem amerikanischen SciFi Channel macht die Produktionsfirma Tandem Communications ihre internationalen Stars mal so richtig nass - stundenlange Ganzkörper-Kneippkuren und Tauchgänge im Sarg inklusive. Dass ein waschechter Weltuntergang nichts für Wasserscheue und schon gar nichts für Memmen ist, erleben die "Lost City Raiders", darunter der Survival-erprobte Ex-"Lost"-Star Ian Somerhalder, Serienlegende James Brolin sowie die Deutschen Bettina Zimmermann und Michael Mendl, seit Mitte März am eigenen Leib. Das Ergebnis dieser feucht-fröhlichen Strapazen, die doch irgendwie nach Spaß aussehen, soll Ende des Jahres bei ProSieben ausgestrahlt werden.
In einer Drehpause betrachtet Hauptdarsteller Ian Somerhalder kurz seine Schürfwunden am Ellenbogen. "Die habe ich mir geholt, als ich vor der Schweizergarde davonlief", verrät er. Nanu, was hat jetzt

der Vatikan mit der Überflutung der Erde zu tun? Und schon steckt man mitten in der Story von "Lost City Raiders", die trotz der düsteren Ausgangssituation äußerst bunt ist: Wir schreiben das Jahr 2079. 70 Prozent der Landmassen unseres Planeten wurden vom Wasser eingenommen. Doch Drehbuchautor Torsten Dewi ("Apokalypse Eis") und Regisseur und Co-Autor Jean de Segonzac ("Law & Order", "Mimic 2") schufen nicht etwa ein Ökodrama oder eine wissenschaftlich fundierte Doku-Fiction. Der Film, eine Art TV-Mischung aus "Indiana Jones", "Waterworld" und "Das Vermächtnis der Tempelritter", will als "Primetime Crowd Pleaser" unterhalten. Keine schwere Kost also.
Als "besonderen Coup" bezeichnet ProSieben die attraktive Besetzung: "Bettina Zimmermann und Ian So

merhalder, dazu solche Charakterköpfe wie James Brolin und Michael Mendl. Das ist eine wirklich aufregende Mixtur", sagt Thomas von Hennet, Leiter Dokumentation und internationale Koproduktion.
"Ökologie, globale Erwärmung - diese Themen rühren wir in 'Lost City Raiders' an", erklärt Produzent Tim Halkin. "Wir zeigen, was in unserer Geschichte vor 40 Jahren mit der Erde passiert ist. Aber das geschieht gleich am Anfang des Films. Und dann geht es direkt in die neue Welt." Und der steht das Wasser im wahrsten Sinne bis zum Hals. Damit die Zustände durch "The Rising", wie das Ansteigen des Meeresspiegels von den Protagonisten ehrfürchtig genannt wird, nicht noch schlimmer werden, gibt es Beistand von oben. Der in klerikalen Rollen erprobte Darsteller

Michael Mendl ("Im Schatten der Macht", "Der Untergang") gibt souverän einen Kardinal, der die Helden der Geschichte damit beauftragt, ein geheimnisvolles Artefakt aus dem versunkenen Vatikan zu bergen: das Zepter, mit dem Moses einst das Rote Meer teilte und mit dem die Pharaonen die Ufer des Nils überflutet haben sollen.
Und so beginnt für die Abenteurer ihre Mission zur Rettung der Welt in der "ewigen Stadt". Dorthin führen ja bekanntlich alle Wege. In diesem Fall ist es eine traumhafte Küstenstraße, die sich am Tafelberg vorbei Richtung Kap schlängelt. Im Hout Bay Harbour liegt nun der geschäftige Hafen von "New Rome" - denn in der alten Stadt selbst holt man sich inzwischen auch mehr als nur nasse Füße. "In Südafrika findet man alles, was man zum Drehen braucht: Gebirge, Täler, Wälder, Seen, Flüsse", schwärmt Tim Halkin, der den Drehort während der Arbeit an "Die Nibelungen" (Sat.1, 2004)
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