Am Nachmittag des 14. Mai 1948, kurz vor dem Ablaufen des britischen Völkerbundsmandats von 1922 für Palästina um Mitternacht, verlas der spätere Premierminister David Ben Gurion die Unabhängigkeitser

klärung des neuen Staates, die Menschen tanzten auf den Straßen. Doch nur zwölf Stunden später bombardierten ägyptische Kampfflugzeuge Tel Aviv. Neben Ägypten hatten auch die arabischen Staaten Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem neuen Staat den Krieg erklärt, der vom Mai 1948 bis Juli 1949 dauern sollte.
Über "Israels schwierige Geburt" berichtet der langjährige Israel-Korrespondent Dietmar Schulz in der ZDF-History-Reihe unter dem Titel "Zwei Tage im Mai" bereits am Sonntag, 04.05., um 23.40 Uhr. Schulz konzentriert sich vor allem auf die ersten Tage der Gründung, in denen die Bevölkerung des neuen Staates ums Überleben bangen musste und die Palästinenser aus ihren Gebieten vertrieben wurden. Im Anschluss daran (00.10 Uhr) widmet sich Eberhard Pilt

z, ehemaliger Leiter des ARD-Studios in Tel Aviv, den besonderen deutsch-israelischen Beziehungen nach dem Holocaust. Vor Merkel hatte bereits im Jahr 2000 der damalige Bundespräsident Johannes Rau vor der Knesset erklärt: "Das Verhältnis zwischen unseren Ländern wird für immer ein Besonderes sein." Die Unterstützung des Staates Israel ist seit dessen Gründung ein politisch-moralisches Gebot für die Deutschen. Doch wie sehen die unvorhersehbaren Konsequenzen aus, wenn Israel "im Schatten der Schuld" nicht mit zu verfolgende Wege geht?
Anschaulich führt der Film "Kleines Land, starke Frauen" (ZDF, 04.05., 18.30 Uhr) der Tel Aviv-Studioleiterin Karin Storch in die Problematik unter einem besonderen - weiblichen - Blickwinkel ein. "Ich hatte mein Land", erzählt hier beisp

ielsweise die ehemalige Funkerin Tami Cohen über die Gründerzeit von 1948, als sie 18 Jahre alt war. Heute fährt sie einmal in der Woche als Vertreterin einer Menschenrechtsgruppe ins Westjordanland, um gegen die inhumane israelische Besatzung zu protestieren. Ihr steht Daniela Weiss, eine Führerin der Siedler im Westjordanland, weniger versöhnlich gegenüber - sie will "keinen einzigen Hügel" zugunsten der Palästinenser räumen.
"Das Leben ist zu kurz, um gegeneinander zu kämpfen", ist hingegen die Devise der israelischen Popsängerin Liel Kolet, die als Botschafterin ihres Landes eine "Botschafterin für Frieden" sein will. Das Frauenquartett vervollständigt die erfolgreiche Unternehmerin Ofra Strauss. Deren Großeltern waren aus Deutschland ausgewanderte Juden, die in Naharija die Milch und den Käse ihrer zwei Kühe verkauften
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