Schöne neue Welt

Das flexible Männchen: GQ.com würdigt die Gepäckkontrolle von Playmobil.

Ein automatisches Förderband - das hätte es zu unseren Zeiten nicht gegeben. Ansonsten stehen bei Playmobil die Zeichen auf Kontinuität: Simplizistisches Design gepaart mit dem Blick fürs Detail. So hat man die bunten Männchen lieben gelernt. Spätestens seit dem legendären Piratenschiff aber ist ist der mittelfränkische Spielwarenhersteller auch ein Vorreiter in Sachen Globalisierung. Egal, ob altes Ägypten, Hochseeexpedition oder urdeutscher Bauernhof - Playmobil ist schon da. Einzige Bedingung: Die Härte des Alltags muss draußen bleiben. Kinder haben ein Recht auf Idylle.

Horror vor der Hosentasche
Womit wir wieder beim automatischen Förderband wären: Während unsereins allein der Gedanke an die Prozedur den Schweiß auf die gerunzelte Stirn treibt, während wir schon längst an vergessene Centstücke im Hosensaum und Fundamentalisten mit Zahnpastabomben denken, können es die kleinen Racker völlig entspannt angehen lassen. Nirgendwo zieht sich eine lange Schlange gestresster Mitreisender die Schuhe aus. Einfach den Koffer rauf aufs Förderband, ein kurzer Plausch mit dem freundlichen Personal, dann Augen auf und durch - so schnell kann es gehen in einer besseren Welt. Und der schicke blaue Schal bleibt an.

Acht Rekordjahre in Folge
Übrigens hat Playmobil längst auch im realen Leben die Welt erobert: Zum achten Mal in Folge verzeichnen die Zirndorfer ein Rekordjahr. In 70 Ländern gibt es das Spielzeug inzwischen zu kaufen. 2007 stieg der Umsatz um 12,5 Prozent auf 427 Millionen Euro an. Da wird es höchste Zeit für den Buchhalter aus quietschbuntem Plastik.

Autor: Krischan Lehmann
Quelle: www.GQ.com

Bilder-Galerie


 
 
Copyright © 2008 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten
Wir über uns - Hilfe - Jobs@Yahoo! - Yahoo! Services - Datenschutz - AGB