Kate Hudson: Nicht nur träumen ...

(tsch) Kate Hudson hat sich offenbar von ihrer Scheidung erholt: Nicht nur auf der Leinwand strahlt sie, als sei sie nie glücklicher gewesen als heute. Als alleinerziehende Mutter ihres Sohnes Ryder dreht die 29-Jährige eine Komödie nach der anderen und tritt nun in "Bride Wars - Beste Feindinnen" (Kinostart: 05.02.) sogar als streitlustige Braut auf, die nicht nur an ihrem Hochzeitstag im Mittelpunkt stehen möchte. Gemeinsam mit Anne Hathaway liefert sie sich einen Kampf um den schönsten Tag im Leben. Während die Boulevardpresse nach ihrer Scheidung von Rocksänger Chris Robinson regelmäßig über wechselnde Bekanntschaften und Liebeleien der blonden Schönheit munkelt, erzählt sie selbst lieber über ihre italienisch-mexikanischen Kochkünste und wirft einen Blick zurück auf ihre Karriere: Zehn Jahre ist es her, dass sie mit "Almost Famous" ihren Durchbruch gefeiert hat, in dem sie eine Band-Muse spielte. Im Interview spricht sie über ihre besondere Haltung zur Institution Ehe, Frauenfreundschaften und die Tücken des Filmruhms.

teleschau: Glauben Sie noch an die Ehe?

Kate Hudson: Ich will es einmal so sagen: Ich glaube daran, Liebe und Beziehungsglück zu feiern. Meine Eltern leben ja schon seit einer halben Ewigkeit unehelich zusammen, obwohl mein Vater Kurt Russell vorher schon einmal verheiratet war und meine Mutter Goldie Hawn sogar zweimal. Als sie sich schließlich trafen, war der Ehebund für sie nicht mehr so wichtig, um glücklich miteinander zu sein.

teleschau: Welche Auswirkungen hatte diese Einstellung auf das Familienleben?

Hudson: Um ehrlich zu sein, war es für uns Kinder schon irgendwie merkwürdig, dass die halbe Welt verheiratet war, nur unsere Eltern nicht. Wir waren noch zu jung, um die Hintergründe zu verstehen. Kurt (er ist Kate Hudsons Stiefvater, d. Red.) hat sich aber eines Tages mit uns allen zusammengesetzt und erzählt, dass er kein Papier brauche, um eine Familie zu haben. Von da an war es für uns das Normalste der Welt.

teleschau: In Ihrem neuen Film geht es in Bezug auf den vermeintlich schönsten Tag im Leben handfest zur Sache: Wie weit würden Sie gehen für Ihre perfekte Hochzeit?

Hudson: Nun, ich würde es lieber vermeiden, wieder zu heiraten. Was ich aber nachfühlen kann, ist der Stress, der mit solchen Festen verbunden ist. Den Druck rund um meine eigene Hochzeit mit Chris habe ich mittlerweile verdrängt. Chris hat mir damals nicht bei den Vorbereitungen geholfen. Ich drehte völlig am Rad, weil ich all die Einladungen und den Ablauf selbst planen musste. Aber es hat schließlich geklappt: eine Hochzeit in Weiß, aber es war eine sündige Hochzeit, ich war definitiv keine Jungfrau mehr. Eine der schönsten Phasen meines Lebens habe ich aber in Paris verbracht, als ich mich von meiner Scheidung abgelenkt habe.

teleschau: Waren Ihre Eheerfahrungen so enttäuschend, dass Sie der Ehe deshalb abgeschworen haben?

Hudson: Wer weiß schon, was das Leben noch für einen bereithält? Ich konzentriere mich lieber auf das Hier und Jetzt, schließlich lebe ja auch ich in der Gegenwart. Alle Frauen werden es mir nachfühlen können, dass wir die längste Zeit unseres Lebens mit Planungen und Träumereien verbringen, dabei aber leicht all das verpassen können, was von selbst auf uns zukommt. Ich suche nicht mehr - erst recht nicht nach jemandem zum Heiraten. Wenn es passiert, dann passiert es einfach. Punkt.

teleschau: Also besteht doch noch Hoffnung für Romantik in Ihrem Leben?

Hudson: Natürlich, aber ich bin eine strikte Vertreterin der Auffassung, dass der Mann einen Heiratsantrag machen muss, nicht die Frau

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